Verdreht und verzerrt

black_box_beth_b_scott_filmstillSzenenfoto aus Black Box von Beth B & Scott B

    Die sechste Folge der von Christoph Gurk initiierten Veranstaltungsreihe Life Is Live im Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU) ist an diesem Wochenende der No-Wave-Bewegung gewidmet, deren Protagonisten mutwillig die Genregrenzen zwischen Film, Bildender Kunst und Musik überschritten und Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre die Subkultur von New York prägten. Der Schwerpunkt des Programms mit dem Titel CONTORT YOURSELF liegt auf selten gezeigten, teils verschollen geglaubten Filmarbeiten, die Christian Höller, einer der Herausgeber der Wiener Kunstzeitschrift Springerin, zusammengetragen hat. Die meist im Super-8-Format gedrehten und mit primitiven Mitteln inszenierten Filme waren stark von der Do-It-Yourself-Haltung der Punk-Szene geprägt und übten einen großen stilistischen Einfluss auf das nachfolgende US-Independent-Kino aus.

    Neben Filmen von Beth B, Tessa Hughes-Freeland, Vivienne Dick, Coleen Fitzgibbon, David Wojnarowicz und anderen, bietet die zweitägige Veranstaltung auch Vorträge von Christian Höller und dem amerikanischen Popjournalisten Marc Masters, der das Netzwerk zwischen No-Wave-Filmemachern und -Musikern beleuchtet. Den Abschluss bildet am Sonntag ein Konzert des Saxofonisten James Chance – einer der prägenden Figuren der Postpunk/No-Wave-Szene – und der Band Les Contortions.

VIDEO: COLEEN FITZGIBBON – L.E.S. (Auszug)

LIFE IS LIVE #6: CONTORT YOURSELF:
04.06.-05.06. Berlin — Hebbel am Ufer

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