Illegale Kunst

Gregg Gillis Girl Talk All NightVor wenigen Wochen erst veröffentlichte der amerikanische Mashup-Produzent und Internetaktivist Gregg Gillis alias Girl Talk sein neues Album »All Day« – wobei sich die Formulierung ›sein neues Album‹ auf die Aspekte Musikrecherche, Auswahl, Schnitt und Komposition beschränkt. Eine Technik, die in der sehenswerten Dokumentation »R.I.P. – A remix Manifesto« ausführlich beleuchtet wird. Das Quellmaterial des Girl-Talk-Albums deckt einen Großteil der urheberrechtlich geschützten Musikgeschichte ab, das gesamte Album kann man gratis herunterladen. Illegale Kunst, wie es schon zur Gründung des gleichnamigen Labels im Jahr 1998 richtig formuliert wurde. Dazu gibt es nun auch ein ›eigenes‹ Musikvideo.

    Auf YouTube kündigte der Filmemacher und Regisseur Brandon Driscoll-Luttringer an, bis zum Ende des Jahres für alle Tracks von »All Day« Musikclips zu produzieren. Für den ersten Track »Oh No« bediente er sich bei Musikvideo-Samples von Black Sabbath, 2Pac, Jay-Z, N.W.A., den Chemical Brothers, M.I.A., Aaliyah, The Ramones, Missy Elliott und vielen anderen. Die weiteren Videos folgen in den nächsten Tagen im YouTube-Kanal von BDLFilms – die Nichtverfügbarkeit der Videos dürfte dabei nicht lange auf sch warten lassen.

    Die Herangehensweise erinnert dabei auch stark an DJ Earworm, der mit dem »United State of Pop« (vgl. Spex #319) das jeweils ablaufende Jahr Revue passieren lässt.

 


VIDEO: Girl Talk – Oh No

Foto: CC | Amanda M Hatfield / Flickr

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