Brücken schlagen

Obacht: Referenzalarm! Binnen weniger Wochen erscheinen Tonträger verschiedener für den Musikbetrieb Deutschland prägender Musiker, die auf die eine oder andere Weise in mehr oder weniger direktem Zusammenhang stehen: Klotz+Dabeler, Christiane Rösinger, Jens Friebe.




Klotz+Dabelers Siebdruck der »Höp Höp Höp«-7", erhältlich bei den beiden Release-Konzerten in Hamburg und Berlin

    Zunächst wäre da das anständige Berlin-Hamburgische Duo Klotz+Dabeler: Ihre neue Single »Höp Höp Höp« trägt nicht nur einen tendenziell absurden Namen, diese im weitesten Sinne Northern-Soul-Nummer hat auch eine ebenso absurde Inhaltstiefe. Im dazugehörigen Musikvideo hört man nach kurzer Anmoderation von Jacques Palminger, Heinz Strunk und Rocko Schamoni den leidenschaftlichen Gesang Reverend Christian Dabeler und Almut Klotz. »Ein Song für alle Häschen und gegen die Wichser«, wie Klotz+Dabeler kurz und knapp festhalten. Veröffentlicht wird diese stark Diskotaugliche Nummer am 10. September als 7"-Vinyl auf ZickZack. Die beiliegende B-Seite »Mylord« wird schon deutlicher: Almut Klotz schmettert darin ein feistes Trinklied, »Mylord, ich war immer offen / doch jetzt bin ich total besoffen / Mylord, wie konnte das passiern / ich kann für nichts mehr garantieren«.

    Und ist man erst einmal bei Almut Klotz’ Gesang, kann man auch schon über Jens Friebe sprechen: Der veröffentlicht am 8. Oktober sein viertes Album »Abändern«, ebenfalls auf ZickZack, ebenfalls mit u.a. Almut Klotz am Mikrofon. Bei den Stücken »Vögel«, »Irre« sowie der schmissigen Gästelistenhymne »Sei mein Plus Eins« unterstützt sie Friebe am Gesang, weitere Gäste des von Berend Intelmann und Friebe selbst produzierten Albums sind Julie Miess, Monika Martin, Susann Neuenfeldt und Justine Electra. Daneben besonders erwähnenswert: Jens Friebe covert die Neunziger-Dance-Nummer »Up and Down« der Venga Boys. Der Interpretation Jens Friebes und Julie Miess lässt sich durchaus einiges abgewinnen, jedenfalls wenn man mit einem guten Maß Humor ausgestattet an das Stück herangeht.

    Die Brücke zum nächsten Album ließe sich so schlagen: Almut Klotz gründete 1988 die Band Lassie Singers gemeinsam mit Britta Neander und Christiane Rösinger, letztere hat ebenfalls ein neues Album in Vorbereitung. Gemeinsam mit Ja, Panik-Sänger Andreas Spechtl und Thomas Maringer entstanden zehn »Songs Of L. And Hate« – eine Hommage an das ebenso betitelte Album von Leonard Cohen –, erscheinen wird die Platte am 22. Oktober auf Staatsakt. Und auch hierauf wird gecovert: »These Days« stammt im Original von dem amerikanischen Songwriter Jackson Browne, eine andere bekannte Interpretationen des Stücks gibt es außerdem auch von Nico (Päffgen), womit sich Christiane Rösinger in beste Gesellschaft begibt.

    Bleibt nur noch die Frage: Wann wird es denn ein neues Britta-Abum geben?

 


VIDEO: Klotz+Dabeler – Höp Höp Höp

Klotz+Dabeler Live:
10.09. Hamburg – Hanseplatte
24.09. Berlin – Aqua Carré (Lobeckstr. 30-35, mit Fehmi Baumbach)

Klotz+Dabeler – Höp Höp Höp:
Jens Friebe – Abändern:
Christiane Rösinger – Songs Of L. And Hate:
A. Höp Höp Höp
01. Theater
01. Ich muss immer an Dich denken
B. Mylord
02. Königin im Dreck
02. Es geht sich nicht aus
  03. Vögel
03. Desillusionieren
  04. Charles de Gaulle
04. Berlin
  05. Up & Down
05. Verloren
  06. Sei mein Plus Eins
06. Sinnlos
  07. Reste
07. Hauptsache raus
  08. Alles über die Welt
08. These Days
  09. Sag ja
09. Es ist so arg
  10. Verbotene Liebe
10. Kleines Lied zum Abschied
  11. Irre
 

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