Nas – Mit dem »N-Word« Richtung nächstes Album

Nas»(Sie) profitieren von einer rassistischen Verunglimpfung die benutzt wurde, um jahrzehntelang Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe zu enthumanisieren. Es ist an der Zeit, dass Nas und andere Hiphop-Künstler ihr Tun unterlassen und aufhören, die Luft mit dem N-Wort zu verschmutzen.« Mit »ihr Tun« und dem »N-Word« meinte der New Yorker Abgeordnete Hakeem Jeffries gegenüber dem amerikanischen Rolling Stone nichts anderes, als die Pläne Nas‚, dessen nächstes Album »Nigga« (bzw. in abgeschwächter Form »Nigger«, Anm. d. Red.) zu betiteln. Auch dessen Label Universal Music Group wurde von dem Politiker scharf angegriffen. Hakeem sagte, im Falle der Veröffentlichung unter diesem Titel müsse man dem Unternehmen bzw. deren Mutterkonzern Vivendi die bundesstaatlichen Gelder in Höhe von 84 Millionen US-Dollar für die Universal-Pensionskasse entziehen.
Nas erklärte gegenüber dem Rolling Stone, schon das Vorgänger-Album »Hip Hop Is Dead« habe er »Nigga« betiteln wollen, das gesellschaftliche Klima sei damals aber noch nicht reif gewesen. »Das musste jetzt einfach raus (…) Es ist wie mit seinem Kind über Sex zu reden: Es ist schwer, aber wichtig. Das wird sicherlich vielen unangenehm sein. (…) Hoffentlich können die Menschen ihrem Verstand folgen, ihre Angst verlieren und damit umgehen. Es ist nur ein Album. Es ist eines der vielen Dinge die ich tue, und das hier ist mein liebster Teil des Ganzen.«

Hakeem Jeffries, Clinton Miller (Geimendemitglied der Brown Memorial Baptist Church in Brooklyn) und Jill Merritt (Gründer des Abolish the N-Word-Projekts) sehen das deutlich anders: Sollten Nas und Universal auf dem Titel beharren, wollen sich Jeffries, Miller und Merritt gegenüber dem Rechnungsprüfer des Bundesstaates New York Thomas DiNapoli für die Rückforderung der staatlichen Fördergelder von 84 Millionen US-Dollar einsetzen. Ein Regierungssprecher erklärte gegenüber The Brooklyn Paper, DiNapoli sei wegen der Sache besorgt und beabsichtige, das Unternehmen zu kontaktieren um Universal sie zu einer Nicht-Veröffentlichung des Albums zu drängen.

»Nigger« soll am 11. Dezember bei Def Jam Recordings (Universal Music) erscheinen. Antonio L.A. Reid, Geschäftsführer von Def Jam, betonte, dass man hinter Nas‘ Entscheidung und dem Titel stehe. Ein Termin für den Deutschland-Release gibt es noch nicht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.