Musikvideos im Netz

Haben wir in den letzten Tagen etwas darüber erzählt? Nein? Doch! Mit dem Musikfernsehen in Deutschland geht es steil bergab, Viacom ordnet die Pferde im Stall gerade neu und sattelt zum Rennen um den noch nicht zu 100 Prozent ausgereizten Klingeltonmarkt. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Und w …
Haben wir in den letzten Tagen etwas darüber erzählt? Nein? Doch! Mit dem Musikfernsehen in Deutschland geht es steil bergab, Viacom ordnet die Pferde im Stall gerade neu und sattelt zum Rennen um den noch nicht zu 100 Prozent ausgereizten Klingeltonmarkt. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Und wenn dies die traditionellen Medien nicht mehr können oder wollen, dann muss eben das Medum dafür herhalten, dem gemeinhin die "Schuld" an den Problemen des Musikmarketings angehängt wird: Das Internet.

Und es geht anders! Nach der Musikvideo-Plattform Popzoot.tv ging mit Tunespoon.tv eine andere Idee online. Anders als bei Popzoot werden hier Musikvideos im Straming-Format angezeigt und nicht nur auf im Netz verfügbare Videos verlinkt. Furtwangen gilt in Deutschland sicherlich nicht als die Wiege des Musikfernsehens oder der Popkultur an sich. Der Fachbereich "Digitale Medien" der Fachhochschule Furtwangen zeigt allerdings nun, was man mit ein wenig Webspace, sieben Studenten samt ambitioniertem Dozenten und einer guten Idee auf die Beine stellen kann. Am 19.11.2004 ging Tunespoon.tv online, auf der Startseite werden Musikvideos im "Windows Media Video"-Format gestreamed. Noch mit einer kleineren Auflösung und ohne Dolby-Sound, dafür aber mit einem vernünftigen Videoprogramm ohne nerviges gezappe oder geklicke und noch dazu auf die gesamte Bildschirmgröße maximierbar. Ein kurzer Test knallt uns hier innerhalb von 15 Minuten Videos von z.B. Probot, Phoenix, Moabeat, NMFarner und der Mediengruppe Telekommander auf die SPEX-Monitore. Wann hat man solch eine Konstellation in der gleichen Zeit zum letzten Mal bei MTVIVA gesehen? Genau!

Neben dem reinen Stream soll das Programm in den nächsten Wochen um einige feste Formate erweitert werden, unter anderem Spezial- oder Live-Sendungen.
Und so werden auch langsam immer mehr Labels und Bands auf die kleine, neue Seite aufmerksam, wie z.B. LABELS, MUTE oder FOUR Music.
Tunespoon.tv steckt noch in den Kinderschuhen. Aber die Möglichkeit, unkompliziert Videos einzuschicken die auch gespielt werden, könnte die Idee des Videostreamings gerade für (noch) kleine und unbekannte Bands und Labels interessant machen. Unbedingt angewöhnen! Damit man sich nicht mehr jeden Tag über die Horrormeldungen aus den Viacom-Pressestellen ärgern muss.

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