Musik von morgen: P. A. Hülsenbecks Album „Garden Of Stone“ im Vorabstream

P. A. Hülsenbeck / Foto: Casey Ayers

„Ich brauche noch mehr Abstand, um zu sehen, was das Album mir über mich selbst sagen kann“, so Philipp Hülsenbeck im SPEX-Interview, das anlässlich der 383. Ausgabe geführt wurde. Warum es einer solchen Distanz bedarf? Weil Garden Of Stone einen Neuanfang bedeutet. Ende November wird es erscheinen, schon heute ist es im spexklusiven Vorabstream zu hören.

Schon das Cover von Philipp Hülsenbecks erstem Soloalbum Garden Of Stone zeigt: Es geht um eine mystische Transformation. Eine von der Lieblingsjacke zur sich häutenden Schlange, eine vom Gitarristen der Band Sizarr zum Elektroniker Doomhound und von dort zum Multiinstrumentalisten und Solo-Poprock-Musiker – unter eigenem, ganz echten Namen. Denn schließlich ist es Philipp Hülsenbeck selbst, der sich in den neun Songs des Albums findet; der es zulässt, auch mal roh, unsicher und unentschlossen zu wirken. Wie es bei einem solchen Wandel ja auch ganz natürlich ist.

Ebenso natürlich wie organisch klingt Garden Of Stone dann auch. Zwischen Gitarre, Synthesizer, Koto, Saxofon, Trompete, Horn, Schlagzeug und Bass setzt Hülsenbeck seine Stimme so reduziert und unaufdringlich ein, dass sie beinah selbst zum Instrument wird. Einem, das keine exponierte Rolle einnimmt, sondern genauso viel zur Musik beiträgt wie alles andere. Das im Übrigen übernommen wird durch Altbekannte wie Tim Roth, dem ehemaligen Mitglied der Band rund um Drangsal, dem Duo White Wine und Johannes Weber von Jungstötter. Das Saxofon spielte Hülsenbeck selbst, nachdem er es eigens für das Album erlernt hatte.

Textlich oszilliert Garden Of Stone zwischen Sehnsucht, Beklemmung und Getier – inklusive knutschenden Skorpionen, von denen einer auch Hülsenbecks Körper ziert. „Mein Stimmeinsatz und die Metaphern sind ganz bewusst gewählte Mittel, um Direktheit zu verhinder.“, erklärt der 27-jährige. „Dass ich solche Dinge offen lasse, heißt aber nicht, dass sie für mich keine Bedeutung hätten. Ich habe versucht auszuformulieren, was in mir vorging. So intuitiv wie möglich, auch musikalisch.“

Der Einklang zu P. A. Hülsenbeck ist in SPEX No. 383 erschienen. Das Heft ist versandkostenfrei im Onlineshop bestellbar.
Garden Of Stone erscheint am 30. November bei Altin Village & Mine. Schon heute gibt es das Album bei SPEX im Vorabstream.  

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