Musik von morgen: Algiers mit Video zu »Irony. Utility. Pretext.«

Religion, Hautfarbe, Moral, Ökonomie – diese Band klagt an, ihr Hammer schallt überlaut. Algiers sehen schwarz und das klingt so gewaltig, dass die Ungerechtigkeiten, die das Trio aus Atlanta besingt, als unüberwindbarer Status Quo an die Türen unserer Wohlstandshaushalte klopfen. Diese Musik ist bitter. Und sie ist so – das muss man erstmal über die Lippen bringen – noch nicht da gewesen.

Der Dreier um Sänger Franklin James Fisher verlötet musikalische Botschaften des 60er-Jahre-Südstaaten-Protests, Post-Punk-Elemente und Industrial-Härte zu einem Sound, der so dicht ist, dass die Guericke-Halbkugeln unter ihm freiwillig auseinanderfallen. Das selbstbetitelte Debüt erscheint am 29. Mai auf Matador Records, ein zweites bildstarkes Video (unten) ist ab heute auch in der ungesperrten Variante zu sehen. »Irony. Utility. Pretext.« – eine Botschaft in Bildern:

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