Moby – Filmmusiklizenzen, neues Album 2008

MobyAn dem Mann scheiden sich die Geister. Kollege Hossbach meinte vor kurzem noch im redaktionsinternen Zwiegespräch, seinen Zenith habe der New Yorker Musiker schon 1992 überschritten. Was musikalisch sicherlich stimmt, seine kommerziell erfolgreiche Phase folgte allerdings wesentlich später. Aber auch abseits der Musik meldet sich Richard Melville Hall immer wieder zu Wort, in den meisten Fällen zu Klimafragen, gerne aber auch zu Problemen des Alltags. In den letzten Tagen waren zwei interessante Meldungen darunter: die eines neuen Albums und die von kostenloser Musik.
Demnach soll sein sechstes Album »Last Night« am 07., in den USA am 10. März erscheinen. Der ManhattanVegan hat dafür gemeinsam mit dem New Yorker Rapper Grandmaster Caz aus dem Sugar Hill Gang-Umfeld, der nigerianischen 419 Squad und dem britisch-jamaikanischen MC Aynzli Jones gearbeitet. Die Musik selbst beschreibt der Künstler als »elektronischer und tanzbarer als die letzten drei Alben«, vermutlich als Folge seiner jüngsten DJ-Aktivitäten. Dies erklärt sicherlich auch den Albumtitel.

Nun aber zu den wirklich interessanten Dingen, wenn man sich auf die Musik von Moby einigen kann: All diejenigen, die schon einmal Filmmusik lizenzieren lassen mussten, wissen, was für ein »pain in the arse« dies sein kann, Beispiel Sub Pop. Mit der Subdomain Mobygratis.com bietet der Künstler Nonprofit-Produktionen, Nachwuchsregisseuren und Filmstudenten die Möglichkeit, seine Musik kostenfrei und auf einem schnellen, leichten Weg für Filmprojekte zu lizenzieren. »To use the site you log in (or on?) and are then given a password. You can then listen to the available music and download whatever you want to use in your film or video or short. The music is free as long as it’s being used in a non-commercial or non-profit film, video, or short.« Auch für kommerzielle Zwecke kann man nun leicht Filmmusik-Lizenzen erwerben, die Einnahmen daraus sollen der »humane society« zu Gute kommen.

Die derzeit rund sechzig verfügbaren Musiken kann man nach der kostenlosen Registrierung mittels Flashstreaming in Gänze anhören. Dabei handelt es sich größtenteils um bisher unveröffentlichte Ambient-Stücke, einige Tracks aus dem letzten Moby-Album »Hotel«, der 2002er-Platte »18« sowie B-Seiten aus seinem Erfolgsalbum »Play«.

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