Mit Wittgenstein in der Lupe

Heute abend findet im Kölner Kino Lupe 2 ein Diaabend der interessanteren Art (Ja! Gibt es!) statt.
Wolfgang Müller, Autor, Künstler und Kopf von Die Tödliche Doris (1980 – 1987) lebt in Berlin und Reykjavik. An letzterem Ort hat er einige interessante Dinge herausgefunden: In einem Gespräch mit der isländischen Elfenbeauftragten Erla Stefánsdottir erfuhr er, dass Elfen sich durch Gesang verständigen, der – für Menschen unhörbar – sich direkt im Kopf des Empfängers einnistet. Mit solchen Dingen hat Müller einige Erfahrung: Seine erste Solo-LP (1987) bestand aus hörbargemachten Ultraschallsignalen von Fledermäusen. Die selbstbetitelte, erste Veröffentlichung von Die tödliche Doris ließ er – aufgemerkt – in Gebärdensprache übersetzen. (Ist das dann Tanz? Eine Videoaufzeichnung steht vor der Veröffentlichung).

Inhalt des Abends und neuestes Projekt ist aber seine gerade bei A-Musik erschienen Platte Mit Wittgenstein in Krisusik. Ausgangspunkt ist der – nach einer Islandreise verfasste – Satz des Sprachphilosophen: "Wovon man nicht sprechen kann, davon muss man schweigen." Müller dachte sich: "Oder singen" und versuchte, "immer basierend auf authentische Quellen, Unbekanntes, Unsichtbares, Verschwiegenes über Island, seine Kultur und ihre Spiegelungen" (aus dem Pressetext) zu Gehör zu bringen. Wer also am heutigen Donnerstag abend noch nichts vorhat und zur Abwechslungen mal ein Ohr auf die Sprache und die Landschaft (es gibt auch Bilder) der Elfen werfen will, kommt ins Kino Lupe 2, Mauritiussteinweg 102 (Nähe Neumarkt). Beginn der Veranstaltung ist 22:15 Uhr.

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