Ende der siebziger Jahre wurde vom langjährigen Sony -Chef Akio Morita eher zufällig der Walkman erfunden. Der Klassik-Liebhaber ließ sich, um der Musikbeschallung durch seine Kinder zu entkommen, von Sony-Technikern ein Diktiergerät zum Musik-Abspielgerät mit Kopfhörern umbauen.
Seit seinem folgenden weltweiten Siegeszug ist der Begriff Walkman nicht mehr aus dem Sprachgebrauch gewichen. Nicht jedoch, um damit exklusiv ein Gerät der Firma Sony zu beschreiben, befand jetzt der Oberste Gerichtshof in Österreich und wies damit eine Klage von Sony gegen eine Firma ab, die ihre tragbaren Geräte mit der Bezeichnung "Walkman" beworben hatte. Da Österreichs Markenrecht bereits den EU-Richtlinien genügt, kann somit der Begriff von Sony wahrscheinlich in Bälde europaweit nicht mehr exklusiv gebraucht werden, da "wer ‘Walkman’ sagt, nicht automatisch an ‘Sony’ denkt", wie es in der Urteilsbegründung heisst. Übersehen wird bei den Bemühungen um die Klärung der Wortbesitzverhältnisse sträflich, dass heute eh keine Sau mehr tragbare MC-Abspielgeräte benutzt, oder? Wem gehört eigentlich die Bezeichnung "Discman"?