Matt Porterfields I Used To Be Darker läuft an

Dearagh Campbell in Matt Porterfields I Used To Be Darker
Deragh Campbell in Matt Porterfields I Used To Be Darker

Am Donnerstag startet Matt Porterfields von Musik durchdrungener Kinofilm I Used To Be Darker. In SPEX schreibt Esther Buss über einen der »interessantesten Autorenfilmer des amerikanischen Independent-Kinos«.

Denn Dieses erlebt dank Figuren wie Porterfield nach fast zwei Dekaden der Brache eine neue Renaissance. Verantwortlich dafür sind Impulse wie die Herangehensweise des Regisseurs: »Porterfield schaut, er kommentiert nicht.«, weiß Buss, »Es geht ihm um das Beobachten von Menschen in Räumen und Umgebungen, um ihre Bewegungen, Gesten, Blicke und kleinen Verrichtungen«, innerhalb eines »Nebeneinander von Natur und Urbanität, Fluss und Asphalt, Grillengezirpe und Autolärm«.

Wie seine Vorgänger Hamilton (2006) und Putty Hill (2010) spielt auch I Used To Be Darker in Baltimore und erneut greift Porterfield mit Deragh Campbell, Hannah Gross, Kim Taylor und Will Oldhams Bruder Ned auf einen nahezu gänzlich unerfahrenen Cast zurück. Stetig umgeben von Musik – nicht umsonst ist der Titel einem Bill Callahan-Text entliehen –, entwickelt sich eine empathische und komplexe Geschichte über das Loslassen und Zueinanderfinden, Adoleszenz und elterliche Verantwortung zwischen Taryn, ihrer Tante Kim, deren Mann Bill und der gemeinsamen Tochter Abby.

Warum sich Porterfields Ansatz von Mumblecore und dem »Neuen Realismus« einer Kelly Reichardt grundsätzlich unterscheidet und wie sich in I Used To Be Darker so wunderbar das Leben in die Fiktion einschleicht, ist aktuell in SPEX N°350 zu lesen.

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