Jazz der Geschichte

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Foto — Brett Walker

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»Kühle Musikalität entwickelt sich an ausgetüftelten Instrumentalpassagen und muss dann schließlich doch in die Waschstraße hochgepitchter Emotionalität.«, umschrieb Diedrich Diederichsen in Spex #333 Matana Roberts' COIN COIN Chapter One: Gens de couleur libres und konstatierte anschließend: »Es ist lange her, dass jemand so grundsätzlich und aus so vielen verschiedenen Perspektiven die Verbindung zwischen Jazz und afroamerikanischer Geschichte entfaltet hat, ja überhaupt, dass jemand in den Traditionen des Jazz, vor allem der sechziger Jahre, so eine aktuelle expansive Sprache erkennt, die sich mit Kompositionstechniken aus der Neuen Musik und kollektiven Performance-Stilen der avancierten Popmusik verbinden lässt.«

   Mit ihrem COIN COIN-Projekt ergründet die aus Chicago stammende und in New York lebende Saxofonistin und Komponistin musikalisch die (eigene) afroamerikanische Geschichte über gut zweihundert Jahre hinweg. Das als Album live eingespielte Chapter One: Gens de couleur libres ist dabei nur eine von vielen Früchten dieses Ansatzes. Live erleben kann mensch jene gerade in Deutschland und Österreich, wo Roberts – präsentiert von Spex – ab heute unterwegs ist; alle Termine unten. Ihr Blog mit aktuellen (Tour-) Eindrücken kann derweil unter steelkiltrose.tumblr.com verfolgt werden.

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Spex präsentiert — Matana Roberts live:
07.05. Hamburg — Fools Garden
08.05. Nürnberg — K4
09.05. Leipzig — UT Connewitz
10.05. Wien — Rhiz
11.05. Wels — Schl8hof

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