Mark Lanegan – Neue Platte mit Isobel Campbell, Gutter Twins-Liveshows, MP3

MarkLaneganMark Lanegan, der alte Crooner. Für das Frühjahr 2008 war er gleich an der Entstehung zweier Alben beteiligt: einerseits das Debüt »Saturnalia« der Greg Dulli-Lanegan-Kollaboration The Gutter Twins (mehr …), zum anderen »Sunday At Devil Dirt«, die zweite Platte mit Ex-Belle & Sebastian-Musikerin Isobel Campbell. Für SPEX #313 (ab dem 22. Februar am Kiosk) traf Josh Haden (der frühere Spain-Sänger und Sohn von Jazz-Legende Charlie Haden) Lanegan und Greg Dulli zum Interview in deren Bar »The Short Stop« in Los Angeles. Lanegan berichtete von Autofahrten auf den Highways von L.A., von seiner im Auto installierten Vierspurmaschine, von spontanen Aufnahmesessions und anschließenden Polizeikontrollen um drei Uhr morgens. »Ganze Gesangsarrangements habe ich auf dem Highway einstudiert«, sagt Lanegan.
Beide Lanegan-Kollaborationen sind zauberhaft und stark zugleich: Mit »Saturnalia« erheben The Gutter Twins unüberhörbar den Anspruch, vom ersten Takt an als eine Art Supergruppe des anderen Amerika wahrgenommen zu werden. Breite Instrumentierung, abwechslungsreicher Klang und mürrische bis spirituelle Texte. »›All Misery‹ war der erste Song, den (Greg Dulli, Anm. d. Red.) gemeinsam geschrieben haben, und er entsprach genau dem, was man sich gemeinhin von einer Kollaboration wünscht«, sagt Lanegan im Interview. »Das Stück war im Nu geschrieben, ohne Mühe. Wir beide hatten exakt den gleichen Anteil an der Entstehung des Songs. Und er kickte uns beide. Er war wie eine Blaupause für die zukünftige Arbeit. Es ist gut für die Arbeit, wenn man einen starken Song als Messlatte hat. Die Gutter Twins sind als Band zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen.«

Als Einheit wirkt auch der erneute Joint Effort mit Isobel Campbell, schon nach dem ersten Hördurchgang erschließen sich morbid-warme Traumwelten: Lanegan nahm sich der Lead-Vocals an; geschrieben, produziert und arrangiert hat »Sunday At Devil Dirt« allerdings Isobel Campbell selbst. Die von weiten Streicher-Arrangements, dezenten Jazz-Schlagzeugsets und spielerischen Klavierpassagen befeuerten Duette von Campbell und Lanegan klingen nach Einsamkeit und Erotik, Sehnsucht und Sex, und sind durchsetzt vom traditionellen Blues, der Folk- und Country-Musik Amerikas. Umwerfende Musik, also.

»Sunday At Devil Dirt« von Campbell/Langegan erscheint am 02. Mai bei Cooperative Music, »Saturnalia« der Gutter Twins am 07. März bei Sub Pop. Auf GutterSpace kann man mittlerweile die Stücke »Circle The Fringes«, »The Stations« und »Idle Hands« streamen. Im April kommen die Gutter twins für vier Shows nach Deutschland/Österreich/Schweiz, Karten sind für 15 Euro im Vorverkauf erhältlich.

MP3: The Gutter Twins – Idle Hands
STREAM: The Gutter Twins – Verschiedene Songs

The Gutter Twins Live:
18.04. Hamburg – Logo
19.04. Berlin – Postbahnhof
20.04. A-Wien – Szene Wien
21.04. CH-Zürich – Mascotte

Isobel Campbell & Mark Lanegan – Sunday At Devil Dirt
:
01. Seafaring Song
02. The Raven
03. Salvation
04. Who Built The Road
05. Come On Over (Turn Me On)
06. Back Burner
07. The Flame That Burns
08. Shot Gun Blues
09. Keep Me In My Mind Sweetheart
10. Something To Believe
11. Sally Don’t You Cry

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