Marina Abramović

Marina Abramović »Artist Portrait With a Candle« (C)Marina Abramović
Marina Abramović
Artist Portrait With a Candle,
from the series ''With Eyes Closed I See Happiness'', 2012
Diptych; two, color, fine art pigment prints, 160 x 160 cm each
© Marina Abramović. Courtesy Marina Abramović Archives

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Zeit, die eigene Physis, die ständig fortschreitende Ausarbeitung der Künstlerin als Figur im Kunstwerk – diese drei Themen bestimmen das Schaffen von Marina Abramović, über die Grenzen von Schmerz und Privatsphäre hinweg. Die weltbekannte, 1946 in Belgrad geborene Künstlerin weilt derzeit in Wien, wo die Galerie Krinzinger, in der Abramović u.a. 1975 die Aktion »Thomas Lips« ausführte oder 1992 ihre Ausstellung Transitory Objects zeigte, von dieser Woche an Werke ihre neuen Serie With Eyes Closed I See Happiness. Wenig überraschend befassen sich die Fotografien der Serie mit der Künstlerin selbst, kompiliert sollen sie als »mentale Übung« den Betrachtenden den Blick nach innen ermöglichen. Dazu gesellt sich in weiteren Räumen eine Gruppe von Skulpturen, genauer: mit Quarzkristallen durchzogene Abdrücke von Körperteilen von Abramović' selbst – inspiriert von schamanischen Praktiken aus Brasilien. Die Eröffnung in der Galerie Krinzinger findet morgen, am 25. Oktober, um 19 Uhr statt. Die Ausstellung läuft bist zum 24. November.

   Am Freitag, dem 26. November, wird Marina Abramović zudem der Österreich-Premiere ihres Films The Artist is Present (Trailer unten) im Gartenbaukino beiwohnen – im Rahmen der 50. Viennale. Die Dokumentation von Matthew Akers befasst sich vor allem mit der gleinamigen Retrospektive anno 2010 im MoMa, New York, und der dortigen Interaktion zwischen Abramović und den zahlreichen Besucher*innen, die sich ihr während einer Performance stumm gegenüber setzen konnten. Dazu startet der Film am 9. November in weiteren ausgewählten Kinos des Landes. In Berlin wird The Artist is Present heute Abend um 21 Uhr bei Mindpirates gezeigt.

  Über Abramović' Performance-Lecture beim Meltdown Festival in London vor einigen Wochen hatte SPEX hier berichtet.

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