Magnet

Ungefähr genau so etwas meinte Max Goldt wohl, als er vor einigen Jahren in einer seiner Kolumnen von »Bessergestelltenlistening« zu berichten wusste. Denn die Kruder & Dorfmeisters und Jamiroquais jener Tage sind heute wohl im »Spannungsfeld« 2Raumwohnung, Goldfrapp, und Erlend Oye zu finden. Musik also, auf die sich fast jeder nicht wirklich Musikinteressierte auf Anhieb einigen kann, ohne das jetzt irgendwie wertend zu meinen – andere Leute haben auch schöne Hobbys. Allen gemein sind die seit jeher größten gemeinsamen Nenner: die Zugänglichkeit, das Nichtvorhandensein von Verstiegenheit und das ausschließliche Arbeiten mit seit ehedem vertrauten Melodien und Rhythmen.
Magnet funktioniert so ähnlich, magnetisch ist ob der Schmusigkeit der entschleunigten Streicherarrangements und des lieblichen Gepluckers und des nicht minder ansprechenden Gesangs wohl vor allem die Anziehungskraft des Kopfkissens, dem der Drang, die Äuglein zu schließen und seinen Körper in die Horizontale zu dirigieren, vorangeht. Dies jetzt aber bitte nicht falsch verstehen, Herr Even Johansen aka Magnet macht angenehm süßliche Popmusik. Ein bisschen wie Goldfrapp in gut oder wie Dido mit Herz. Singer/Songwriter-Trance sozusagen. »On Your Side« lässt Tiefen zu, nicht zuletzt durch Countryscharmützel auch ohne Haucherlunge. Das good old »New Acoustic Movement« movet also noch. Klar, der Mann kommt aus Bergen. Nach dem Hören das Zähneputzen nicht vergessen.

LABEL: East West

VERTRIEB: East West

VÖ: 26.04.2004

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