Low Fidelity, die Musik zum Hanseplatte-Newsletter-Buch, im Stream

Low Fidelity macht uns high: Gereon Klug veröffentlicht seine gesammelten großartigen Hanseplatte-Newsletter als Buch. Eine grandios besetzte Musik-Kompilation gibt es oben drauf – und jetzt im Stream.

Oma, was sind eigentlich Newsletter?, wird die Jugend der fernen Zukunft einst fragen. Und die Früher-war-alles-better-Omi wird sich umdrehen, in dem Pappkarton unter ihrem Hologramreader herumkramen und ein Buch namens Low Fidelity – Hans E. Plattes Briefe gegen den Mainstream hervorziehen. Eine triumphale Geste, das versteht sich von selbst, ebenso, wie dass unsere Beispieloma natürlich eine tolle und dolle Kennerin ist, eine mit coolem Wissen und so. Sie verstehen schon!

Und warum ist das so? Weil Kreuzberger Wälder lauschig sind, die Tannen zapfen und in der Redaktion der Fairtrade-Kaffee aus ist? Oder weil wir hier einfach hochnotpeinlich versuchen, dem Kollegen Gereon Klug alias Hans E.Platte alias Neuschel Lätta beizukommen? (Schon wieder ein Anflug »postmodernem Selbstmitleids«, wie es uns ein Leserbriefschreiber eben erst attestierte?)

Klug schreibt den Newsletter der Hanseplatte. Auf dem Papier: eine wöchentliche Übersicht der neuesten Produkteinstellungen in dem Hamburger Musik- und Popkulturladen. Im Netz dann aber: eine genial unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Wahnsinn in uns und in der Welt, manchmal auch mit der zu erwerbenden Musik, oftmals auch mit anderen prominenten und existenziell wichtigeren Themen. Gründe genug also, die gesammelten Texte nun auch in Buchform herauszubringen, wie es am Freitag bereits der Fall war.

Das muntere Produkte-Bingo komplettiert nun diesen Freitag wiederum ein von Klug kompilierter Sampler auf Staatsakt. Low Fidelity, die vertonte Hälfte dieser gesamtdiagnostischen Flügelzange, versammelt das gesamte Irrenhaus Pop, Abteilung Deutschland. Niemand ist hier vergessen, pah, alle frisch, alle pointiert. Weshalb wir nachfolgend den roten Vorabstreamteppich ausrollen für: Adolf Noise, Die Sterne, Erobique, Rocko Schamoni, Kid Kopphausen, Almut Klotz & Reverend Dabeler, Saal 2, Heinz Strunk, Felix Kubin, Schorsch Kamerun, Jens Rachut, Lambert, Tocotronic und Deichkind. Plus: Frau Kraushaar, Erokubin, Sandy Beach, Boy Division und Viktor Marek.

Dicke Liste, da ist der Club schnell voll (so wie Samstag etwa das Golem in Hamburg als die Hälfte der Beteiligten feuchtfröhlich die Kolleginnen von Zucker unterstützten). Und zwei LPs oder eben eine CD auch.

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