Linz

Linz 2009Besonders jenen Dingen, die auf den ersten Blick unglaublich bescheuert wirken, sollte man doch eine nähere Betrachtung schenken. Nehmen wir Linz 2009. Schon das offizielle Motiv wirkt so gesetzt-belanglos wie die Titelseite des Zeit-Magazins (Spiegeleier!). Und zur Eröffnung in der Silvesternacht gibt es, nein, das ist mir jetzt doch zu peinlich, na gut: die so genannte Raketensinfonie, laut Pressemitteilung »eine Weltpremiere für einen Chor bestehend aus mehreren hundert SängerInnen und sechzehn SolistInnen«. Inklusive Feuerwerk, versteht sich.

    Dennoch, wo die Stadt Linz, der Staat Österreich sowie das Kulturkommissariat der EU so viel Geld investiert wie in das fortlaufende Projekt Kulturhauptstadt, da ballt sich neben dem Schrott immer auch das Talent. Um nur eine gute Neuigkeit aus einem bis dato in seiner Komplexität unüberschaubaren Menge an Programm zu berichten: Zum 30. Geburtstag im September 2009 erhält die Ars Electronica, eines der bedeutendsten Festivals der Medienkunst, einen neuen Ort. Das neue Ars Electronica Center wird am 3. September 2009 mit der neuen Ausgabe der Ars Electronica eröffnet.

    Zudem gibt es zwischen 6. und 9. Mai 2009 ein Festival im Brucknerhaus, das sich ganz dem Song widmet – etwa aus den Federn von Helmut Lachenmann, Olga Neuwirth und Beat Furrer.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Stadt.

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