Lindstrøm & Christabelle

Nach mehreren Kollaborationen mit Prins Thomas sowie seinem Solo-Album »Where You Go I Go Too« arbeitete der norwegische Space-Disco-Produzent Hans-Peter Lindstrøm zuletzt wieder an einer gemeinsamen Platte mit der Sängerin Christabelle Silje Isabelle Birgitta Sandoo (auch bekannt als Solale). Das betreffende, »Real Life Is No Cool« betitelte Album wird im Februar kommenden Jahres via Smalltown Supersound erscheinen, schon im Frühjahr wurde die Single »Baby Can’t Stop« ausgekoppelt.

    Die Tracklist geht sich gut an: Die Hälfte der Stücke haben das Nachtleben, die andere Hälfte die Zerissenheit in Sachen Liebe bzw. Leidenschaft zum Thema – allesamt also astreine Disco-Plots, denen Miesepetrigkeit wohl auch nicht gut stünde. Geschrieben wurde der Großteil der Texte ›on the fly‹, parallel zum Produktionsprozess der einzelnen Tracks aus Lindstrøms Hand. Christabelle presst dementsprechend immer wieder »Ooh«- und »Ah«-Laute heraus, was schöne dynamische Akzente zu den großteils episch-pumpenden Produktionen setzt.

    Dabei geht es aber nicht immer Richtung Peaktime: Der Zweieinhalbminüter »Never Say Never« ist ein in bester Twin-Peaks-Manier rückwärts produzierter Track, der dementsprechend schleifend klingt und merkwürdig unpassend im Lindstrøm’schen Œuvre eiert. Das darauffolgende und schließende »High & Low« macht seinem Titel alle Ehre, ein ruhiges Downtempo-Stück mit nur leichten atmosphärischen Ausschlägen nach oben.

    In other related news: Für die Podcast-Reihe des Fact Magazins verlötete der Norweger Stücke von Hall And Oats, Led Zeppelin, Abba und Black Sabbath zu einem fantastisch humorvollen (und kostenlos erhältlichen) Set, zum Feiertagsgeschäft liess sich Lindstrøm zu einem 40-minütigen Mix des Weihnachts-Lieds »Little Drummer Boy« hinreißen – den Track erhalten Kunden des Rough Trade Shops bzw. dessen Online-Platten-Clubs als Dreingabe zu »Real Life Is No Cool«.

    Für den 22. Januar ist Lindstrøm im Club Watergate gebucht, wo man zwar ein DJ-Set von ihm erwarten sollte, aber einige neuere Stücke werden sicherlich den Weg in sein Set finden. Vielleicht auch den wunderbar schmissigen Remix der Single »Baby I Can’t Stop«, den das belgische Produzententeam Aeroplane vor zwei Monaten nach Norwegen funkte. Diese wiederum bespielen kurz nach Weihnachten das DJ-Pult des Hamburger Ladens Neidclub.

 


STREAM: Lindstrøm & Christabelle – Music in My Mind
STREAM: Lindstrøm & Christabelle – Baby I Can’t Stop (Aeroplane Remix)
STREAM: Lindstrøm – Little Drummer Boy (Edit)

Lindstrøm (DJ-Set):
22.01. Berlin – Watergate

Aeroplane (DJ-Set):
26.12. Hamburg – Neidclub

Lindstrøm & Christabelle – Real Life Is No Cool:
01. Looking for What
02. Lovesick
03. Let it Happen
04. Keep it Up
05. Music in My Mind
06. Baby I Can’t Stop
07. Let’s Practise
08. So Much Fun
09. Never Say Never
10. High & Low

1 KOMMENTAR

  1. […]     Wer sich davon lieber selbst überzeugen mag, hat bald Gelegenheit dazu: »We Can’t Fly« erscheint am 24. September auf Eskimo Recordings. Am gleichen Tag wird außerdem der Beitrag der mit Aeroplane freundschaftlich verbandelten Friendly Fires auf !K7 Records veröffentlicht, diese gestalteten den neuesten Teil der DJ-Mix-Reihe »Bugged Out! Suck My Deck«. Neben Tracks von u.a. The Phenomenal Handclap Band, Munk, Redshape, Azari & III und Bot’Ox hört man darauf auch den Aeroplane-Remix von Lindstrøm und Christabelles »Baby Can’t Stop«. […]

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