Lily Allen, Updates, Updates

Lily AllenAnfang Februar erscheint dann auch das zweite Album von Lily Allen. Nachdem die Platte im laufenden Jahr angekündigt, geschrieben, in Los Angeles aufgenommen und abgemischt, bei der Plattenfirma in dreifacher Ausführung vorgelegt und beworben, auf MySpace in Snippet-Form vorgestellt, dann verschoben, neu abgemischt, umbenannt und dann erneut verschoben wurde, wird »It’s Not Me, It’s You« nun also Anfang Februar nächsten Jahres veröffentlicht.

    In ihrem neuen Video zur im Januar erscheinenden Single »The Fear« (s.u.) gibt sich Allen als Tagträumerin, als Trapped-in-Poverty-Girl, das in ihrer Fantasie zu dem verwöhnten Blag mutiert, das sie heute annähernd ist: zur Twen-Variante von Richie Rich in Schloss-von-Versailles-Romantik. Kann man mögen, muss man nicht – das Album bietet glücklicherweise bessere Titel an. »He Wasn’t There« beispielsweise: man erinnere das Cash-Biopic »Walk The Line« und die Szene, in der die Tennessee Three auf der Veranda den Gospel spielen. Bei Lily Allen klingt das ähnlich, nur wurden seitens ihres Produzenten Greg Kurstin die Referenzen Richtung Vintage Jazz deutlicher gestaltet. Dazu singt Allen über ihren Vater Keith, über ihr tolles familiäres Verhältnis und wie froh sie sei, einen Menschen wie ihn zu haben. Herzerwärmend!

    »Not Fair« fährt einen schmierigen Scott-Walker-meets-Morricone-Saloon-Western-Rhythmus auf, Lily Allen sitzt als einsame Truckerin auf dem Bock eines LKWs, über die einsamen Landstraßen Großbritanniens heizend und über den gemeinen Boyfriend fluchend. Die musikalische Evolution der Allen setzt sich auch in weiteren Stücken fort: Cembalo- und Piano-Einsatz in »22«, dem Titel über die desperate Situation junger Popmusikerinnen bzw. dem gemeinen Promi-Gewese im 21. Jahrhundert. »Back to the Start« fährt bleepende The-Knife-Beats auf, im darauffolgenden Stück »Never Gonna Happen« hört man etwas käsige Polka-Ziehharmonika- und Handclap-Schunkeleien – inhaltlich behandelt Allen darin missverstandene Flirt-Anzeichen und vertane Gelegenheiten, ein Muss also für junge Menschen mit Herzensproblemchen (Liebe, Trauer, Eifersucht etc). Bei »Fuck You« handelt es sich nicht – wie man erwarten könnte – um eine explizite Abrechnung mit einem verflossenen Lover, sondern um eine explizite Abrechnung mit dem derzeit noch amtierenden US-Präsidenten George W. Bush. Wegen des Machtwechsels in Amerika dürfte das Stück zur Albumveröffentlichung am 09. Februar 2009 bei Regal Records aber wohl ein wenig ›dated‹ wirken (tatsächlich wirkt es schon heute etwas überflüssig).

    Allen spielt Anfang Mai 2009 Konzerte in Berlin und Köln – Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

VIDEO: Lily Allen – The Fear

Lily Allen Live:
03.05. Berlin – Lido
04.05. Köln – Gloria

Lily Allen – It’s Not Me, It’s You:
01. Everyone’s At It
02. The Fear
03. Not Fair
04. 22
05. I Could Say
06. Back to the Start
07. Never Gonna Happen
08. Fuck You
09. Who’d Have Known
10. Chinese
11. Him
12. He Wasn’t There

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