Lässt sich von James Blake staunend durch die Gegend kutschieren: Chance The Rapper

James Blake und Chance The Rapper haben eine gemeinsame Version »Life Round Here« aufgenommen und von Nabil in eine tour de clichés moderner Musikvideos verwandeln lassen.

Vor knapp einem Monat taten sich die Musiker zusammen, um dem Stück von Blakes zuvor erschienenem Album Overgrown einem Remix zu unterziehen. Dieser klingt aufgekratzter und unvermittelter als das Original, was nicht zuletzt an den in der Album-Version nicht vorhandenen Parts des aus Chicago stammenden Chance liegt, der dem Sound des Engländers Blake die Straße einimpft.

Dort, genauer: auf einer Landstraße, findet nun auch das von Musikvideo-Primus Nabil gedrehte Bewegtbild zum Song statt – und spiegelt die vermeintliche Gegensätzlichkeit zwischen britischer Aufgeräumtheit und der »Hood«. In einem klischeebeladenen Lowrider druchkämmen Blake und Chance die Dörfer und Wälder der englischen Provinz nördlich von London, an deren Straßenrändern man neben den Insignien aktueller Rap-Videos (tanzende Frauen und »Gangster-Shit«) auch offenbar Priester und somalische Piraten zu sehen bekommt.

Es sei um Gegenüberstellungen gegangen, sagt Regisseur Nabil zum Inhalt des Videos. Also habe er einfach einen alten Straßenkreuzer auf das englische Land gebracht und in einer Art und Weise inszeniert, die die Leute zum Nachdenken bringen solle. Ein Making-of ist nachfolgend zu sehen.

Jetzt weiter auf SPEX.de: Chance The Rappers »Everybody’s Something« im Video, Mount Kimbie »Home Recording«, Newcomerin Denai Moore.