Liebe ist

Tode in `Dolls`mögen einigen grausamer erscheinen als in `Brother`."

Kitanos zehnter Film beginnt mit einer "Bunraku"-Inszenierung, also mit klassischem japanischen Puppentheater. Aufgeführt wird eine tragische Liebesgeschichte: "Der Bote zur Unterwelt". Die Kurtisane Umegawa fleht ihren Liebhaber an, endlich vernünftig zu sein. Danach aber beschließen sie, gemeinsam durchzubrennen. Nach der Aufführung erzählen sich die allein gelassenen Puppen Geschichten. So wird aus dem Puppentheater eine Inszenierung der Puppen – mit menschlichen Darstellern. Deren moderne Schicksale sind nicht weniger tragisch als jenes aus dem 17. Jahrhundert – und kreisen um die Suche nach dem heiligen Gral der wahren Liebe. Drei Beziehungskisten werden ineinander verschachtelt, im Zentrum steht die Tragödie um Matsumoto und Sawako. Nichts schien ihrer Heirat im Weg zu stehen, bis die Eltern Matsumotos den jungen Mann dazu drängten, sich eine andere Braut zu suchen. Sawako wird ob dieses Verrats wahnsinnig. Matsumoto fühlt sich daraufhin wahnsinnig schlecht, erscheint einfach nicht zu seiner Hochzeit, kettet die verwirrte Sawako an sich und schlurft mit ihr durch alle farbenprächtigen Jahreszeiten. Am Ende scheint dem alten Sprichwort "Drum prüfe wer sich ewig bindet" hinzugefügt werden zu müssen: "Denn allein in dieser Prüfung besteht die Freiheit in der Liebe". Und zwar, bis dass der Tod uns scheidet. So jedenfalls scheinen sich die Puppen das gedacht zu haben.
"Es gibt keinen Grund den Tod zu verabscheuen", erklärt der japanische Regisseur und Schauspieler Takeshi Kitano im Info zu seinem neuen Film "Dolls". Und: "Die Tode in `Dolls`mögen einigen grausamer erscheinen als in `Brother`."
Kitanos zehnter Film beginnt mit einer "Bunraku"-Inszenierung, also mit klassischem japanischen Puppentheater. Aufgeführt wird eine tragische Liebesgeschichte: "Der Bote zur Unterwelt". Die Kurtisane Umegawa fleht ihren Liebhaber an, endlich vernünftig zu sein. Danach aber beschließen sie, gemeinsam durchzubrennen. Nach der Aufführung erzählen sich die allein gelassenen Puppen Geschichten. So wird aus dem Puppentheater eine Inszenierung der Puppen – mit menschlichen Darstellern. Deren moderne Schicksale sind nicht weniger tragisch als jenes aus dem 17. Jahrhundert – und kreisen um die Suche nach dem heiligen Gral der wahren Liebe. Drei Beziehungskisten werden ineinander verschachtelt, im Zentrum steht die Tragödie um Matsumoto und Sawako. Nichts schien ihrer Heirat im Weg zu stehen, bis die Eltern Matsumotos den jungen Mann dazu drängten, sich eine andere Braut zu suchen. Sawako wird ob dieses Verrats wahnsinnig. Matsumoto fühlt sich daraufhin wahnsinnig schlecht, erscheint einfach nicht zu seiner Hochzeit, kettet die verwirrte Sawako an sich und schlurft mit ihr durch alle farbenprächtigen Jahreszeiten. Am Ende scheint dem alten Sprichwort "Drum prüfe wer sich ewig bindet" hinzugefügt werden zu müssen: "Denn allein in dieser Prüfung besteht die Freiheit in der Liebe". Und zwar, bis dass der Tod uns scheidet. So jedenfalls scheinen sich die Puppen das gedacht zu haben.

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