Lea Porcelain kündigen neue EP an / Zwei neue Singles

Postpunk-Band, in Berlin ansässig, zugezogen, klingen trotzdem nicht nach Kartoffeln: Lea Porcelain gelingt vieles, an dem andere scheitern. Nun kündigt das Duo eine neue EP für den April an.

Nicklas Baschek kam in seiner SPEX-Rezension von Lea Porcelains Debüt Hymns To The Night nicht umhin, das Berliner Postpunk-Duo mit Käsebrot zu vergleichen. Der Tenor: Nicht alles, was gut ist, muss bahnbrechend revolutionär sein – wie ein solides Käsebrot eben. Denn der Sound von Lea Porcelain lädt nun Mal zum Vergleich mit Joy Division oder ähnlichen lang-ist-es-her-Kalibern ein – und das, obwohl (oder gerade, weil?) Julien Bracht und Markus Nikolaus ursprünglich Techno und House produzierten. Spätestens seit Hymns To The Night vergangenes Jahr einschlug wie Adonis im Robert Johnson, sind die beiden hauptberuflich Deutschlands Post-Punk-Hoffnung – Techno-Remixe von Roman Flügel, Benedikt Frey oder Bracht selbst erinnern aber weiterhin an die Club-Vergangenheit.

Die vier Tracks auf ihrer im April erscheinenden selbstbetitelten EP sind dabei weit entfernt von seichtem Tech-House oder Techno-Producer-Indie-Musik à la Howling. Titel wie „Gotta Run“ oder „If Time Was On My Side“ elektrisieren mit vertontem Proberaumstaub und abgenutzten Drumsticks. Die Band bewirbt die vier neuen Songs übrigens als „grittier“ als ihr Debüt-Album, als unvermittelte Momentaufnahmen, die unbedingt raus mussten. Umso schöner, wenn dann alles doch so gut zusammen kommt, wie im Video zu „Gotta Run“.

 

 

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