Le Ping Pong D'Amour – Vorhang fällt im Dezember

Le Ping Pong D'AmourIm Sommer noch porträtierten wir auf spex.de die Schriftstellerin Monika Rinck. Anlass war ihr eigenartig lyrischer Essay »Ah, das Love Ding!«, in dem das Schreiben über die Freundeshorde zur Beschreibung wünschenswerter, kommunikativer, beweglicher Systeme wird. Monika Rinck selbst hat die vergangenen zehn Jahre in einer solchen Gruppe verbracht: Le Ping Pong D’Amour begannen 1997 in München mit ihrer gleichnamigen Nouvelle Vague Doku Soap.
    Man bezog eine gemeinsame WG und drehte sich selbst beim Zusammenleben. Der Stil sollte ganz klar französisch sein, Handtasche, Wadenrock. Das Thema: die Gruppe. Fragen wurden gestellt:
»Aber wie lässt sich die Miete pünktlich überweisen, gleichzeitig wissend, dass der Vermieter Psychoanalytiker ist?« Die zweite Staffel spielt in Paris, die dritte in Kamerun, Gouadelupe, Togo, Kamerun, Damaskus und Istanbul; Politisierung und In-der-Welt-ankommen werden verhandelt. Jetzt soll Schluss sein. Zu zwei verschiedenen Anlässen zeigt die b_books-nahe Gruppe noch einmal alle Folgen von »Le Ping Pong D’Amour«. Am 2.12. laufen die 15 Episoden im Kosmos in Berlin; am 15. und 16.12. zeigt die Whitechapel Gallery in London noch einmal die Soap. Aber naja, le lendemain ne sait jamais, wie man in England auf französisch sagen würde.

Le PIng Pong D’Amour
Eine Nouvelle Doku Soap in 15 Episoden, 1997 – 2007
2.12., Kosmos, Berlin
15. & 16.12., Whitechapel Gallery, London

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