Künstler Jeff Koons hat das jetzt veröffentlichte Cover von Lady Gagas Artpop nicht nur gestaltet, sondern auch gleich Gaga als Skulptur nachgebildet. Wie zu erwarten, äußerst referenzenreich.

Nachdem Koons 1988 bereits Michael Jackson (und dessen Affen Bubbles) als Porzellanfigur nachgebildet hatte, nun also die nackte Gaga, mit platinblondem Haar ihre Brüste verdeckend. Die Pose im Sitzen mit geöffnetem Schoß erinnert an Koons Woman in Tub, ebenfalls von 1988. In Gagas Schritt liegt nun der blaue »Gazing Ball«, namengebendes Objekt von Koons diesjähriger Skulpturenserie, bei denen der Künstler weißen Repliken bekannter Statuen wie Die schlafende Ariadne, um den spiegelnden Ball ergänzte.

Der Hintergrund ist zweigeteilt, durch einzelne Speichen zerschnitten. Das Abbild einer antiken Statur vermischt sich so mit Sandro Botticellis Gemälde der Geburt der Venus. Letzteres wurde bereits ausführlich im Video zu »Applause« zitiert. Darin sang die Künstlerin auch: »One second I’m a Koons, then suddenly the Koons is me.« Es fügt sich also alles von langer Hand geplant zusammen, wenngleich hier doch sehr plakativ und vor allem sich selbst kannibalisierend agiert wird.

Koons neue Skulptur soll bei der offiziellen Vorstellung des am 8. November erscheinenden Albums in New York ausgestellt werden. Im Interview für die aktuelle Ausgabe von SPEX spricht Lady Gaga übrigens über ihr Verhältnis zu Künstlern wie Koons oder Marina Abramović und darüber, was diese von ihr lernen wollen.

Jetzt weiter auf SPEX.de: Lady Gaga als das Chamäleon im neuen Trailer zum Kinofilm Machete Kills.