L.I.F.E.: Protest und Mode

Replay EcoWarrior

Ein umweltreundlicher Used Look und Aktivisten, die sich im selbigen demonstrieren gehen: Replay hat eine neue Jeans-Serie namens Laserblast L.I.F.E. herausgebracht.

In der SPEX N°354-Modestrecke taucht auch eine Replay-Jeans aus der Herbst-Winter-Kollektion 2014/2015 auf. Das Oberthema dabei: Gender surrender! Entbunden von Models oder Anziehpuppen zeigen wir Modekombinationen, die sich über eindeutige Geschlechtszuweisungen hinwegsetzen. Begleitet wird die Strecke von einem Mode-Gespräch mit dem Unisex-Designer Rad Hourani und einem Porträt April Ashleys, der Schauspielerin, die als erstes transsexulles Lingerie-Model in der britischen Vogue zu sehen war.

Im Rahmen der bereits erwähnten Kollektion nimmt sich Replay jedoch einem weiteren Thema an: Mit der Kampagne Laserblast L.I.F.E. rund um die sogenannten »Eco-Warrior« bewirbt die Marke eine neue gleichnamige und umweltfreundliche Jeans-Reihe für Männer und Frauen. Optisch eingefangen wird das Thema in einem Spot, der demonstrierende Umweltaktivsten im Kampf mit der Staatsmacht zeigt.

Dass politische Belange und Szenen für Modekampagnen herangezogen werden, ist keinesfalls neu. Wo die bisherigen Beispiele die Proteste allerdings zur ästhetischen Hülle umbogen, um ihnen ihr Label aufzudrücken, hat Replay zwei tatsächliche Aktivsten eingebunden, die die nachgestellten Szenen so auch selbst bereits oft erlebt haben. Aleksandra Orbeck-Nilssen gründete im letzten Jahr ihre ökologische Hilfe-zur-Selbsthilfe-Organisation Nanofasa, Enok Groven wiederum initiierte die Liste FashionAgainstClimateChange, in der ökologische Themen unter dem Gesichtspunkt der Modeindustrie behandelt werden.

Die Linie Replay Laserblast L.I.F.E. kommt wiederum im Used Look daher, dieser wurde allerdings möglichst umweltfreundlich erzeugt. Eine Behandlung mit natürlichen Mineral-Pigmente verursacht die Farbverläufe, eine nur gering umweltbelastende Lasertechnologie kreiert dann die Whisker-Optik. Verstärkt wird diese Asthetik von einer Stone-Washed-Behandlung. Die Produktion verbraucht so insgesamt deutlich weniger Wasser als andere Textilien im Used Look.