Kleine Nachtmusik: Adna „Overthinking“ / Videopremiere

Foto: Marcus Nyberg

Im März erscheint Closure, das neue Album der Schwedin Adna. Kleiner Vorgeschmack: „Overthinking“, eine Inszenierung des Begriffs Weltschmerz in Bild und Ton.

„Wenn die Lichter ausgehen, fühle ich mich sicher“, sagt die in Berlin lebende Schwedin. Die Dunkelheit ist ihr Schutzraum – vor Lampenfieber, aber noch mehr vor Weltschmerzgedanken. Sie habe die Songs für ihr neues Album schon vor einem Jahr geschrieben, in einem geradezu apathischen Geisteszustand ob des aktuellen Weltgeschehens.

Das kann schon mal die eigene Sinnsuche erschüttern und den Impuls auslösen, sich zurückzuziehen. Ihr Kopfzerbrechen übersetzt Adna mit „Overthinking“, der zweiten Single vom Album Closure. Ihre düstere Variante von Pop und Singer/Songwriter gibt sich nun einen elektronischeren Anstrich als auf dem letzten Album Run, Lucifer. Im Video überlagern sich schlichte Bilder von ihr, manchmal verschwindet sie halb unter Stoff oder ganz in der Schwärze der Nacht. „Pretending life doesn’t terrify you“ lautet der zaghafte Versuch, sich selbst Mut zuzusprechen. Überzeugend ist Adna gerade deshalb.

Adna live
07.11. Köln – Gebäude 9
08.11. Frankfurt – Nachtleben
14.11. Berlin – Auster Club
16.11. Magdeburg – Musikkombinat

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