King Midas Sound – ›Cool Out‹ ist doch real

King Midas SoundDieser Track. Bereits über ein Jahr ist es her. Hyperdub-Chef Kode 9 hatte diesen DJ-Mix auf der Sonar-Website hinterlassen. Gülden glänzte und funkelte ein Stück daraus. »Cool Out« der Name, King Midas Sound der Projektname. Und die Recherche nach diesem einen Stück begann: Skelettartig der Beat und doch so schwer und schleichend, dass die Zeit allmählich jede Kontur verliert. Und dieser Gesang: Übliche Battle-Zeilen à la »We kill soundbwoy in a shaolin style« erklingen in einem glockenklaren, von jeder schnöden Lebenserfahrung offensichtlich unbelasteten Tenor.
Umso größer die Überraschung, dass King Midas Sound ein weiteres Projekt des nimmermüden Bug ist. Die Stimme des König Midas gehört in diesem Fall dem Londoner Sänger Roger Robinson, der zuvor bereits mit Attica Blues zusammen gearbeitet hat. Auch weitere, bei MySpace gezeigte beziehungsweise bereits auf Soul Jazz veröffentlichte Songs legen nahe, dass King Midas locker das mit Dub zu Dubstep-Zeiten anstellen können, was Massive Attack mit HipHop zu Drum’n’Bass-Zeiten gemacht haben: Sehr legere Pop-Hits draus basteln, die in all ihrer Spookyness dennoch all die Kontingenzen der modernen Welt enthalten.

Kurz: Endlich erscheint »Cool Out« nun ganz offiziell, und zwar am 12. September auf Hyperdub. Neben dem titelgebenden Stück sind die Remixe zweier weiterer King Midas-Sound-Tracks auf der »Cool Out«-EP zu finden: Flying Lotus wagt sich an »Lost«, und Dabrye an »One Ting«.

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