Kendrick Lamar »B*tch, Don’t Kill My Vibe«

Erst in Weiß zur Beerdigung und dann auch noch vor dem Sarg posen? Das neue Video von Kendrick Lamar zu »B*tch, Don’t Kill My Vibe« irritiert zunächst und überrascht dann aber mit einer ganz sauberen Botschaft.

»Wir haben in der Tat lange hin- und herüberlegt. Aber am Ende des Tages sollte es doch um mich gehen. Ich wollte meinen Erfolg nicht auf die Zusammenarbeit mit einer solch prominenten Sängerin fußen lassen.«, erklärt Rapper Kendrick Lamar im SPEX N°344-Vorspiel, warum Lady Gaga dann doch nicht in seinem Song »B*tch, Don’t Kill My Vibe« gelandet ist. Nun wurde das Video zu einem der Höhepunkte auf Good Kid, m.A.A.d City veröffentlicht, wobei es dort gewissermaßen auch ein Fremdkörper ist. Schließlich reflektiert Lamar hier zwischen all den Erzählungen von früher nach oben plötzlich bereits seinen Erfolg, das Geschäft und die neuen (falschen) Freunde um ihn herum. Er, der » sinner who’s probably gonna sin again« zählt dazu wahrscheinlich auch die Drogen.

Und so ist das Video eine großes rauschendes Fest in Weiß, dessen Anlass – Obacht! – eine Beerdigung ist. Der Künstler, der sich von Kollege Mike Epps als Pastor zwischendurch gar in einem Bad aus Schnaps taufen lässt (und somit seinen Song »Swimming Pools (Drank)« referenziert), posiert am Ende gar mit diesem selig grinsend vor dem Sarg. Makaber? Nicht wirklich. Denn was hier zu Grabe getragen wird, ist keine Person, sondern das Amphetamin MDMA – im Slang »Molly« genannt. Das ganze weiße Fimmel verdeutlicht nur Lamars Reinwaschung und die Titelzeile darf ruhig auf die Droge gemünzt werden.

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