Kein Bock, aber Bock auf Punk: Euternase mit Debütalbum „L’Amour“ im Vorabstream

Bild: Euternase

Trotzend, treibend, dicht: Ob als Manifest jugendlicher Aufsässigkeit oder als Ode an die sterbende Rebellion im deutschen Punk, L’Amour von Euternase hört sich so an, als hätte die Mannheimer Band richtig Bock auf Musik, und keinen Bock auf’s Establishment. Das Album gibt es jetzt im SPEXklusiven Vorabstream.

„Eingemauerten grauen Beton“ können Euternase überhaupt nicht leiden. Die Band, deren fragwürdiger Name Bilder melkbarer Riechkolben heraufbeschwört, möchte nicht nur damit provozieren. Das Blatt vor dem Mund wird zerrissen und die Stücke mit einer Deklaration des Trotzes und Rotzes beschrieben.

Fragen nach dem Sinn wechseln sich auf L’Amour ab mit der nicht immer zielgerichteten Wut Unverstandener. Unverstanden, weil sie sich wohlfühlen in den Thematiken, die anderen Unwohlsein bereiten. Ohne Ziel, weil die Absicht des Kollateralschadens in kein Fadenkreuz passt.

Mit Amour, Liebe, hat das ganze entweder nicht viel zu tun – oder alles. Vielleicht die Liebe zur unbändigen Lust und die Lust zur Zerstörung. Was gibt es auch zu zerstören, wenn man vorher nichts aufgebaut hat?

Bild: Euternase L’Amour Albumcover

Viel drumherum reden lohnt bei diesem Album aber eigentlich gar nicht. Im Grunde geben sich Gitarre und Gesang auf die Fresse, und das ist gut so. Nur Drums und Bass verhindern, dass die Musik im engen Tunnelblick der Wut und Empörung nicht andauernd mit hinderlicher Vernunft kollidiert, sondern bis zum Ende nicht abbremsen muss. Euternase haben das Album in 18 Stunden aufgenommen – müssen ganz schön Bock gehabt haben.

L’Amour erscheint am 11. Mai. SPEX streamt das Album exklusiv vor dem offiziellen Release.

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