This ain’t no Disco!

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   »Gähnende Leere« gestern wie heute: Nach ihrem Weltuntergangsvideo zu Civilization machen JUSTICE munter medioker weiter. Die neue Single Audio, Video, Disco (Stream unten) ist gleich in doppelter Hinsicht ein Schritt zurück, nämlich in die französische Trademark-Filter-House-Ästhetik um die Jahrtausendwende, die durch Gaspard Augé und Xavier de Rosnay ja eigentlich als fröhlich durchbrochen galt, und hinter selbst niedrigst gesetzte Erwartungen an das zweite Album des Duos nach dem Debüt . Für das Zweitwerk ist Audio, Video, Disco nun nicht nur namensgebend, sondern soll es auch beschließen. Ein undenkbar fades Ende, denn inhaltlich erschöpft sich der Track in der stumpfen Wiederholung des Titels, wobei die Assoziationskette trotz Piano-Einsatz und versuchtem Pop-Appeal nicht zum Leben erwacht, der Spaß (ebenso wie vorerst ein Video) außen vor bleibt.

   Am 19. September soll die Single bei Ed Banger erscheinen, für das am 25. Oktober kommende Album bleibt nur auf ein MGMT-ähnliches Konzept zu hoffen: Bei deren erstem Post-Hype-Album Congratulations wurde mit Flash Delirium auch das schwächste Stück zuerst ausgekoppelt. Einem ersten Interview mit Pitchfork zufolge dürfte sich der Rest von Audio, Video, Disco übrigens auch eher am Prog-Rock der 1970er Jahre orientieren. (Oh weh!) Ali Love, der Civilization noch seine Stimme lieh, ist diese Woche bei allen vier Terminen der Spex-Live-Tour zu erleben.

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STREAM: Justice Audio, Video, Disco

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