Jochen Distelmeyer, Premiere von »Lass uns Liebe sein«

Wir nähern uns der Veröffentlichung von »Heavy«, dem Solo-Album von Ex-Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer, und zwar mit gewaltigen Schritten. Letzte Woche erschien der Clip zu »Wohin mit dem Hass?«, ab heute zeigen wir in Kooperation mit unserem Partner tape.tv, dem Berliner Online-Musikfernsehen, die exklusive Premiere des Musikvideos zu »Lass uns Liebe sein«, der am 11. September erscheinenden ersten Single aus »Heavy«.

    Der Clip zu »Lass uns Liebe sein« wurde – wie schon »Wohin mit dem Hass?« – von Regisseur Matthias Freier gedreht, wir sehen Jochen Distelmeyer in einem Tanzstudio vor dem großen Spiegel stehend: Umgeben von jungen Menschen, zum Greifen nah an der Kamera, nur mit dem Mikrofon ausgestattet, der dunkle Solo-Gitarrenkoffer lehnt geschlossen an der Wand. So hat man ihn bisher noch nie gesehen, oder erinnert sich jemand an eine (angedeutete) Breakdance-Performance Distelmeyers?

    In unserer Titelgeschichte in Spex #322 äußert sich Jochen Distelmeyer zudem zum Verständnis der neuen Platte. Im Gespräch mit Spex-Chefredakteur Max Dax antwortet Distelmeyer auf die Frage nach der Rückkehr zum Autoren-Ich mit dem neuen Album: »Ganz speziell in dem Song ›Lass uns Liebe sein‹ stelle ich mich wieder in den Strom der Zeit. Ich verorte mich wieder als Mensch in Raum und Gegenwart.«

Dax: »Also bildet ›Heavy‹ das Leben von Jochen Distelmeyer ab?«
Distelmeyer: »Die reine Betrachtung einer Beziehung, die gibt es natürlich nicht. Selbst wenn sich Bilder aus der Beobachtung ergeben, so ist es nie reine Betrachtung, weil man bestimmte Dinge überhaupt nur sieht und erkennt, wenn man sie selbst schon erlebt hat. Das Autobiografische will ich gar nicht abstreiten. Meine Songs sind auch, mal mehr, mal weniger, autobiografisch. Aber ich habe in der Vergangenheit auch Songs geschrieben, die sich erst Jahre später bewahrheiteten. Als ob ich mein eigenes Leben vorausgeahnt hätte. Das ist für mich das Wunder am Songschreiben, das Abgefahrene. Früher hätte ich die Notwendigkeit der Beglaubigung durch den Autor angezweifelt. Der Blumfeld-Song ›Eigene Geschichte‹ handelte davon. Aber seit Längerem schon beglaubige ich meine Songs. Ich bin das, ich bin die Lieder.«

    Außerdem neu auf Spex TV: die Musikvideos der Blumfeld-Songs »Neuer Morgen«, »Die Diktatur der Angepassten«, »Tics«, »Graue Wolken«, »Tausend Tränen Tief«, »Wir Sind Frei« und »Verstärker«.

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