ASOS’ #TonightIs: Online-Hausparty mit Jessie Ware

Am Donnerstag veranstaltet ASOS die erste globale Online-Hausparty. Bei ASOS’ #TonightIs spielen Jessie Ware, Mount Kimbie, Eliphino und IS TROPICAL rund um die Welt verteilt, eine ganze Nacht lang. Wir haben mit Jessie Ware ein Interview über lange Nächte, ihr Jahr 2013 und die Arbeiten am Nachfolger von Devotion geführt.

Die britische R’n’B- und Soulsängerin wird am 12. Dezember Headlinerin der hierzulande ab 19 Uhr live auf www.asos.de/allnighter zu verfolgenden Veranstaltung sein. ASOS, der weltweit agierende Mode-Online-Store, initiiert dabei gleich drei Hausparties in Australien, Nordamerika und Großbritannien. Neben dem DJ Eliphino, der Garage mit HipHop und Dancehall verbinden wird, werden so das sehr geschätzte Electronica-Duo Mount Kimbie mit seinem zweiten Album Cold Spring Fault Less Youth sowie die ebenfalls britischen Pop-Raver von IS TROPICAL spielen. Diese Acts sind allerdings nicht allein im vernetzten Haus: In der Küche wird es diverse Interviews zu sehen geben, im Badezimmer wird ein Live-Wettbewerb um das beste Instagram Party-Selfie veranstaltet und außerdem wird zu einem virtuellen Dance Contest gebeten. Und je mehr Freunde eingeladen werden und an der Party teilnehmen, desto mehr Sets und Interviews werden freigeschaltet, denn #TonightIs erst vorbei, wenn´s vorbei ist.

Jessie Ware wird übrigens mit einem exklusiven akustischen Set in Begleitung eines Gitarristen, Violinisten und Cellisten und der Anleitung von Julio Bashmore auftreten. Vorher beantwortete sie uns aber noch ein paar Fragen. (Weiter nach dem Flyer)

ASOS' #AllNighter

Jesse Ware, Sie sind gerade von Ihrer ersten US-Tour zurückgekehrt und waren ohnehin das ganze Jahr unentwegt unterwegs. Nutzen Sie die Chanukkatage jetzt für Auszeit?
Schön wär’s! Ich arbeite noch bis Weihnachten durch, schreibe am neuen Album. Kein Frieden für die Gottlosen also! Über Weihnachten werde ich dann in den Urlaub fahren, das wird schön und entspannt werden. Aber bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Von einer Backgroundsängerin, die Sie 2010 eher aus Zufall geworden sind, haben Sie sich einer weltweit tourenden Mercury-Prize-Nominierten entwickelt. Haben Sie sich bereits an ihren neuen Lebenswandel gewöhnt?
Ich habe mich schon daran gewöhnt, aber es fühlt sich noch immer nicht wie ein Job an. Eher ist es die lustigste, surrealste Situation. Im Studio bis Mitternachts oder später zu arbeiten, übernächtigt zwar, aber an etwas, das man anderen Leuten präsentieren wird, das ist ein riesiger, enorm intensiver, aber auch unterhaltsamer Spaß.

Am Mittwoch werden Sie gemeinsam mit Mount Kimbie, Eliphino und IS TROPICAL bei ASOS’ #TonightIs auftreten. ASOS’ #TonightIs versucht die Atmosphäre eines kompletten Clubnacht bis zum Sonnenaufgang zu kreieren. Wie oft machen Sie selbst durch?
Niemals! Ich habe immer irgendetwas am nächsten Tag zu tun und habe immer Angst, dass ich am nächsten Tag krank werde und meine Stimme verliere. Deshalb bin ich mittlerweile sehr langweilig. Gerade gefällt mir ein Samstagabend zu Hause. Ich werde alt.

Was war für Sie 2013 der außergewöhnlichste Moment?
Oh, ich denke, es war, vor einer vollen Menge beim Glastonbury Festival zu spielen. Ich hatte solche Angst, dass niemand kommen würde. Und außerdem habe ich auf Skopelos in Griechenland einen Heiratsantrag bekommen. Es war ein wirklich wunderbares Jahr.

Da passt es ja, dass mittlerweile zahlreiche Menschen Ihre Lieder wie »Wildest Moments« als ersten Tanz bei ihren Hochzeiten spielen. Wie fühlt sich das für Sie an und wie würden Sie die Ambitionen hinter Ihrer Musik ganz allgemein beschreiben?
Ha! Mich berührt es so sehr, dass Leute meine Lieder für ihre Hochzeiten benutzen; welch Kompliment! Ich versuche gerade, die Musik für meine eigene Heirat zusammenzustellen, das ist sehr schwierig. Ich bin eine absolute Romantikerin und werde immer ganz aufgeregt, wenn mir die Menschen dann von ihren Feiern twittern.

Zu der Liste Ihrer bisherigen Kollaborateure gehören Disclosure, SBTRKT, Sampha, The xx und das Label Numbers, allesamt junge musikalische Einheiten, die untereinander ebenfalls oft zusammenarbeiten oder miteinander auftreten. Gibt es da einen geteilten Gemeinschaftssinn, wenn nicht gar eine gemeinsame Ästhetik, zwischen Ihnen und den Genannten?
Ich weiß nicht so recht. Es gibt sicherlich viele Soul- und R’n’B-Referenzen zwischen all diesen Menschen und vielleicht ist es auch so ein Londoner Ding. Es gibt hier so viel Talent. Ich liebe es, mit anderen zusammenarbeiten, und ich habe von den von Ihnen Erwähnten so viel gelernt; wie man Lieder schreibt, wie man sich selbst ausdrückt, die Produktion, so wie ich sie liebe.

Gleichzeitig haben Sie auch (wenngleich nur online) mit A$AP Rocky zusammengearbeitet, Sampha wiederum hat Drake unterstützt, Disclosure waren mit Nile Rodgers im Studio. Bricht da eine Phase der britisch-amerikanischen Kooperation in der Musik an?
Ich glaube, es gibt einen beiderseitigen Respekt für den jeweils anderen. Wann immer ich in den Staaten bin, dann wollen die Amerikaner mit mir über britische Künstler reden. Ich wiederum wurde sehr stark von der US-amerikanischen Soul- und R’n’B-Kultur inspiriert.

Auf Ihrer letzten Tour dort haben Sie gerade eine neue, eher traditionelle Soul-Ballade namens »True Believers« erstmals vorgestellt. Wie weit sind die Arbeiten an Ihrem zweiten Album bereits fortgeschritten und inwiefern wird es sich musikalisch und thematisch von Devotion unterscheiden?
Ich habe meine Schreibsessions erst so richtig in dieser Woche begonnen. Aber ich bin bereits wirklich glücklich angesichts der Lieder, die ich gerade mache. Ich denke, sie werden sich nicht allzu weit von Devotion entfernen, da ich noch nicht bereit bin für eine neue Richtung. Hoffentlich werde ich aber mehr Selbstvertrauen haben und meine Stimme auch variabler einsetzen.

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