Jean Michel Jarre – Vier Live-Konzerte

JeanMichelJarreSolche Künstler sieht man natürlich nicht alle Tage, daher sind ihre Auftritte ja so besonders. Das trifft besonders auf Jean Michel Jarre, französischer Synthesizer-Pionier und Konzertkunst-Visionär, zu. Ende letzten Jahres erschien die Neuauflage seines »Oxygène«-Albums, mit dem er 1977 seine größten Erfolge hatte, nun kommt er für vier Konzerte nach Deutschland. Wie unterschiedlich man Jarres Gesamtwerk lesen kann, beschrieb unser Autor Thomas Hübener in seinem Artikel zu Susan Sontag und »Camp«:
»Es gibt Hörer, die den Synthesizerklängen von Jean Michel Jarres Stück ›Oxygène Part IV‹ (1976) vor Ergriffenheit bebend lauschen. Dabei machen das zur Schau gestellte Virtuosentum, der technokratische Progressionismus und der utopisch-gigantomanische Geist, der dieses Stück umweht, seine Rezeption eher schwierig. Setzt man jedoch den Umstand, dass es Jarre wirklich ernst mit seiner Musik meint, in Klammern, lässt sich ›Oxygène Part IV‹ genießen und prima dazu tanzen. (…) Das Werk von Jean Michel Jarre ist also gerade deshalb als Camp rezipierbar, weil es ihm so besessen ernst mit seiner Kunst ist, weil er sich für Mozart hält. Sein Synthie-Kitsch wäre jedoch niemals so gut, es wäre niemals so viel Liebe in ihn eingeflossen, wenn Jarre sich bei seiner Erzeugung nicht auf einer höheren musikalischen Mission gewähnt hätte, sondern sein Ziel von vornherein die Schaffung camper Musik gewesen wäre.« (Thomas Hübener, Spex #312)

Nun mag man Jarres Wek schätzen oder nicht, gehört (und gesehen) sollte man es aber haben. Ende März/Anfang April spielt Jean Michel Jarre besagte vier Konzerte in Deutschland, Karten (zwischen 40 – 75 Euro) sind im Vorverkauf erhältlich.


VIDEO: Jean Michel Jarre – Equinoxe (Live at Paris, Place De La Concorde 1979)

Jean Michel Jarre Live:
22.03. München – Philharmonie
06.04. Hamburg – CCH 1
07.04. Berlin – Friedrichstadtpalast
15.04. Frankfurt – Alte Oper

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