Jai Paul

Jai Paul

Vor ziemlich genau zwei Jahren das erste Ausrufezeichen: »BTSTU (Edit)«. Ein Jahr später bzw. zurück, das zweite: »Jasmine«. Jahresbestenlistenmaterialen, als Singles dann bei XL Recordings veröffentlicht, bei denen wir nun eigentlich endlich das Debütalbum von Jai Paul aus London erwartet hatten.
   Es ist wieder einmal April und wieder gibt es Neuigkeiten von JP. Ein Album, tatsächlich. Gestern plötzlich auf Bandcamp hochgeladen, »Track 1« bis »Track 16«, Jai Paul betitelt. Ein verschrobener Soundbastard, der mit den hier ebenfalls vertretenen Vorabstücken kaum noch etwas zu tun hat, vielmehr an Jamie T's Panic Prevention von 2007 erinnert, nur dass das noch aus der Punk-Ecke in die eklektische Mitte drängte, während Paul dann doch vor allem auf elektronischen Spielarten aufbaut. Ein gluckerndes, bleependes, Melodienbögen zerfetzendes Sample-Fest des globalen Pops.
  Und anscheinend ein illegaler Leak. Der britische Journalist Owen Myers zitierte Paul gerade auf Twitter: »I will be releasing a statement later today about the illegal leak. I have not released a new record.« Angeblich wurde Pauls Laptop entwendet, was auch die fehlenden Titelnamen erklären dürfte. Eben reichte Paul selbst über den Dienst nach: »To confirm: demos on bandcamp were not uploaded by me, this is not my debut album. Please don't buy. Statement to follow later. Thanks, Jai«
   Deshalb hier nun auf eigene Gefahr bzw. eigene moralische Verantwortung: der Link zum Album. Voranhören: Vielleicht. Kaufen: Nein.

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