Ja Panik Still

Die wundervolle Band Ja, Panik hat eine Singlepräsentationsparty gefeiert und lässt uns mit einem kurzen Video an den Feierlichkeiten in einem Wiener Atelier teilhaben. »Alles hin, hin, hin« ist Vorbote des am 25. September erscheinenden neuen Albums der Band, »The Angst and the Money«. Andreas Spechtl nahm sich heute Nachmittag kurz Zeit, einige Fragen zu dem Filmchen zu beantworten.


Andreas, wer hat das Video eurer Singlepräsentationsparty gedreht?
    Unser einziger echter Gast, Vera Kropf von der Gruppe Luise Pop. Das Ganze war eine recht spontane Aktion …

Der Zuschauer sieht euch in einem Atelier sitzen. Wem gehört es?
    Das ist das Atelier von Franz Amann, Wien, 1. Bezirk. Vom Fenster aus kann man den Stephansdom sehen. Und viele geschmacklose Leute.

Ein Bandmitglied trägt ein Fell. Wie heißt der Mann und ist das Fell ein Kleidungsstück?
    Der Mann heißt Sebastian Janata, und das Fell war mal Teil eines Kleidungsstücks. Es wurde vom Mantel einer Großmutter abgetrennt.

Zwei weitere Bandmitglieder blättern in einem Buch. In welchem?
    Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Es ging eher um ein Buch an sich bzw. ums Blättern an sich.

Auf wen oder was wartet Ihr?
    Auf die Enthüllung des Kunstwerks!

Welche Musik läuft im Hintergrund?
    Eine Nico-Platte aus den Achtzigern, »Abschied«.

Plötzlich betritt ein Mann den Raum: Wer ist das?
    Das ist oben bereits erwähnter Franz Amann.

Was enthüllt er?
    Er enthüllt das fertige Gemälde, das das Cover unserer neuen Platte sein wird. 

Die Single, die Bandmitglied Stefan Pabst in der Hand hält, scheint eine Variation des enthüllten Gemäldes zu sein. Worin besteht genau der Unterschied?
    Das ist das Single-Cover. Es zeigt das Gemälde in einem sehr frühen Zustand, als es eigentlich erst den Hintergrund gab und nur die Umrisse der Band. Das Albumcover ist praktisch identisch damit, nur sind die Leerstellen fertig gemalt. Die Single ist also ein echter Vorbote – auf Album und Cover.

Über was singst du auf »Alles hin, hin, hin«?
    Das Stück, es ist auch das erste auf dem kommenden Album, kann man als Verbindungsstück zwischen der letzten und der neuen Platte bezeichnen. Es geht um das, was war, und dass es, wie es scheint, auch alles so bleibt und weitergeht. Am Anfang der Platte befindet sich die Band an einem kritischen Punkt. »Was jetzt, wie weiter? So besser nicht. Alles hin, hin, hin.«

Ist das ganze Album so gut wie die Single? Wir finden sie sehr gut.
    Das ist schön. Das Album hält hoffentlich das Level.

Was für eine Flasche öffnest du? Ist es Sekt? Trinkt Ihr gerne Sekt?
    Es ist Champagner. Ja, trinken wir durchaus gerne. 

Habt Ihr vorher schon Alkohol getrunken?
    Ja, eine Flasche Krimsekt.

Warum sind Sektflaschen immer so schwer zu öffnen?
    Unterdruck? Verengung des Flaschenhalses? Keine Ahnung!

Wie gefällt es euch in Berlin? Wohnt Ihr jetzt alle in Berlin?
    Momentan habe ja nur ich einen festen Wohnsitz in Berlin, wir sind gerade noch auf der Suche nach einem Ersatz für unser Hauptquartier in Wien. Es eilt leider schon ziemlich, da wir im September raus müssen. Berlin scheint ja recht streng bei der Wohnungsvergabe zu sein, zumindest strenger als Wien. Wer also für uns bürgen mag… 

Ist man in Wien traurig, dass Ihr wegziehen wollt?
    Traurig? Ich weiß nicht. Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch oft noch da sein werden. Von dieser Stadt kann man sich ja gar nicht ›ganz‹ trennen.


VIDEO: Ja, Panik – Alles hin, hin, hin Singlepräsentation