Nach den auf Spex.de bereits thematisierten jüngsten Schritten der österreichischen Gruppe Ja, Panik folgt nun das Musikvideo zur ersten Single: »Alles hin, hin, hin« stellten Ja, Panik ein Manifest voran, das, zwischen Größenwahn und Grundehrlichkeit oszillierend, die eigenen Produktionsweisen offenlegt. Gitarrist Thomas Schleicher erklärt darin: »Wir sind reine Differenz. Die Substanzlosigkeit ist unsere Substanz. Der Mangel unsere glänzendste Eigenschaft. Wir werden rauben, stehlen, plündern, niedermetzeln. Wir werden nichts erklären, nichts begründen. Wir haben nichts anderes verloren als unser Interesse.«

    Nach Konsum des rund zehnminütigen Manifests lässt sich die These aufstellen, dass Ja, Panik oder genauer gesagt: deren Sänger Andreas Spechtl seinen Distelmeyer gelesen hat. Man könnte außerdem anmerken, dass es Ja, Panik trotz ihres rasiermesserscharfen Sängers vermutlich schwerer haben werden, als es Jochen Distelmeyer je hatte, erst recht in diesen Zeiten der anhaltenden Krise der Musik und Zwischenmenschlichkeit.

    Kürzlich schickte Spechtl gegenüber Martin Hossbach voraus: »Das Stück, es ist auch das erste auf dem kommenden Album, kann man als Verbindungsstück zwischen der letztenThe Taste And the Money«, 2007) und der neuen Platte bezeichnen. Es geht um das, was war, und dass es, wie es scheint, auch alles so bleibt und weitergeht. Am Anfang der Platte befindet sich die Band an einem kritischen Punkt. ›Was jetzt, wie weiter? So besser nicht. Alles hin, hin, hin.‹« Im Spex-Interview (im ›extended Edit‹ in der kommenden Ausgabe von Spex #322) ergänzt Spechtl: »Der Songtitel ›Alles hin, hin, hin‹ stammt übrigens von Falco, aus seinem Song ›Ganz Wien‹.«

    Das neue Album »The Angst and the Money« erscheint am 25. September auf Staatsakt. Bis dahin wird gebloggt.


VIDEO: Ja, Panik – Alles hin, hin, hin


VIDEO: Falco – Ganz Wien