Ist doch alles (selbst) gekauft…!? – Teil II

Die Chartsmanipulation durch den Produzenten David Brandes und seiner Firma Bros Music ist zur Zeit Top-Thema aller Medien. Allzu neue Erkenntnisse scheint es aber, außer Streitereien über eine Gand-Prix-Teilnahme und einigen banalen Aussagen zur Zeit nicht zu geben, wie auch das Zitat von David Bra …
Die Chartsmanipulation durch den Produzenten David Brandes und seiner Firma Bros Music ist zur Zeit Top-Thema aller Medien. Allzu neue Erkenntnisse scheint es aber, außer Streitereien über eine Gand-Prix-Teilnahme und einigen banalen Aussagen zur Zeit nicht zu geben, wie auch das Zitat von David Brandes zu belegen scheint: "Die Vorwürfe sind völlig haltlos. Wir werden uns in die Charts wieder reinklagen!"
Jörg Thomann stellt in der FAZ dazu schlicht fest: "Was eigentlich sind das für Leute, die solch einen Schund kaufen? Auf diese Frage, die sich angesichts der Trübnis popmusikalischer Bestsellerlisten aufdrängt, ist eine Antwort gefunden worden: dieselben Leute, die den Schund produziert haben."

Während es also in Deutschland die heimlichen Manipulationen sind, die Aufsehen erregen, läuft es in Großbritannien gerade anders herum. Dort sollen die Download- und Singlecharts ab Sonntag, den 17.04. zusammen gefasst werden. Manipulationen von Charts wären damit um ein Vielfaches leichter zu bewerkstelligen, befürchten die britischen Independent-Labels und kündigten gleichzeitig an, dass mindestens zwei ihrer Labels in der laufenden Woche versuchen wollten, die Charts mit Downloads zu beeinflussen. Dabei sollten jedoch nicht nur eigene Titel gepuscht werden, sondern auch Major-Produkte.

"I know of two different labels who are considering buying records online because they believe it’s the only way they can teach the chart people that the security of the chart is no longer there.
The people who have instigated the chart have failed dismally in their responsibilities to make and keep our charts secure and to stop people with large amounts of money being able to take advantage of it," sagte Guy Holmes, Chairman des Independent-Labels Gut Records gegenüber der BBC.

Omar Maskatiya, Director der Official UK Charts Company (OCC) Großbritanniens stellte dem jedoch entgegen, dass das System durch automatischen Abgleich von Kreditkarten bzw. Handynummern sicher sei: "We will treat hyping in the digital world in exactly the same way as we do for physical formats. We’re pretty confident on the security front and obviously haven’t taken that issue lightly."
Die Strafe für Manipulationen ist übrigens hier wie dort die gleiche: Die Verbannung aus den Charts.

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