Ist der Ofen an oder aus?

re, auf eine lächerliche oder befremdende Art Eigenwillige, wie der Duden meint (wartet mal auf »Verschwörung im Berlin-Express«), sitzt man wohl richtig, wenn man heute »Sex in Brno« anschaut. Liebhaber Tschechischer Kinderserien werden auf ihre Kosten kommen, auch wenn sie die Kifferphase oder sonstige Experimente mit Drogen hinter sich haben. Und Kiffer und Psilocybinophile werden sowieso begeistert sein von diesem low budgetierten Klamauk für große Kinder. Denn die Farben muss man selber mitbringen.

»Sex in Brno« ist das Debüt des tschechischen Regisseurs Vladimir Moravek, den jetzt sicher gleich alle mit Milos Forman, Karel Gott und Gott weiß wem werden vergleichen wollen, wie das halt so läuft. Ihm ging es aber in erster Linie darum, den Witz der ersten Berührung auf rührende Art hinzukriegen: Durch ungelenke Hauptfiguren, die in einem Themenkomplex gefangen sind, der uns alle manchmal ein wenig unbeholfen macht. Da lassen wir es ihm auch durchgehen, dass die Storys um den sexuell unerfahrenen Sonderschul-Absolventen Standa (Jan Budar) und seine ehemalige Brieffreundin Olinka (Katerina Holanova), die in puncto Geschlechtsverkehr auch nicht viel bewanderter ist, garniert durch lustige Pseudo-Events wie die TV-Soap »Berühre nicht den Ofen« usw. nicht immer so hetero-witzig sind wie sie scheinen, aber dann doch wieder skurrile, sorry, schrullige und doch sanft schwarz-weiße Bilder aus dem Herzen der Langeweile (tschechisch: »Nuda«) liefern. Und vor allem: Darum geht’s ja. Kurzgeschichten ohne Höhepunkt.

Achtung, läuft in manchen Städten erst frühestens im Februar an.

»Sex in Brno«, CZ 2003, s/w, 103 Min., Kinostart 27. Januar 2005

Wie verhalten sich eigentlich Liebe und Sex zueinander? Für Dramen aller Art ist das nicht das schlechteste Thema, und wenn man außerdem was übrig hat für das Skurrile, also das sonderbare, auf eine lächerliche oder befremdende Art Eigenwillige, wie der Duden meint (wartet mal auf »Verschwörung im Berlin-Express«), sitzt man wohl richtig, wenn man heute »Sex in Brno« anschaut. Liebhaber Tschechischer Kinderserien werden auf ihre Kosten kommen, auch wenn sie die Kifferphase oder sonstige Experimente mit Drogen hinter sich haben. Und Kiffer und Psilocybinophile werden sowieso begeistert sein von diesem low budgetierten Klamauk für große Kinder. Denn die Farben muss man selber mitbringen.nn»Sex in Brno« ist das Debüt des tschechischen Regisseurs Vladimir Moravek, den jetzt sicher gleich alle mit Milos Forman, Karel Gott und Gott weiß wem werden vergleichen wollen, wie das halt so läuft. Ihm ging es aber in erster Linie darum, den Witz der ersten Berührung auf rührende Art hinzukriegen: Durch ungelenke Hauptfiguren, die in einem Themenkomplex gefangen sind, der uns alle manchmal ein wenig unbeholfen macht. Da lassen wir es ihm auch durchgehen, dass die Storys um den sexuell unerfahrenen Sonderschul-Absolventen Standa (Jan Budar) und seine ehemalige Brieffreundin Olinka (Katerina Holanova), die in puncto Geschlechtsverkehr auch nicht viel bewanderter ist, garniert durch lustige Pseudo-Events wie die TV-Soap »Berühre nicht den Ofen« usw. nicht immer so hetero-witzig sind wie sie scheinen, aber dann doch wieder skurrile, sorry, schrullige und doch sanft schwarz-weiße Bilder aus dem Herzen der Langeweile (tschechisch: »Nuda«) liefern. Und vor allem: Darum geht’s ja. Kurzgeschichten ohne Höhepunkt.nnAchtung, läuft in manchen Städten erst frühestens im Februar an. nn»Sex in Brno«, CZ 2003, s/w, 103 Min., Kinostart 27. Januar 2005

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