, vor allem in intellektuellen-feuilletonistischen Kreisen.

Was hat er diesmal ausgeheckt, wo ist der doppelte Boden versteckt, was erzählt der Subtext? Und wie man in den letzten Tagen sehen konnte, es wird sich munter die Zähne an Fincher ausgebissen. Verzichten wir hier mal, ist ja nur eine News, auf die Inhaltsangabe. Der mit Jodie Foster, Forrest Whitaker und Jared Leto hervorragend besetzte und technisch versierte Film ist eine Art Kammerspiel, hochspannend und komplex, aber in seiner fast schon provozierenden Einfachheit und inneren Geschlossenheit ganz anders komplex als etwa "Fight Club". Die Suche nach Bedeutungsebenen, Erkärungs- und Interpretationsversuche laufen lustig um die Wette ins Leere und man kann sich gut einen David Fincher vorstellen, der die in schiere Verzweiflung geratene Kritik geradezu geniesst.

Ganz schlimm für mein Empfinden: die Beprechung der SZ am 17.4. Wie Susan Vahabzadeh sich und uns da durch "abers" und "trotzdems" und extrem bescheuerte Einwände quält, schmerzt und nervt auf eine Weise, die der Film tatsächlich nicht verdient hat. Viel besser ergeht es einem auch nicht in der aktuellen Jungle World , wo sich gleich drei Akademisten und ein Biologe am runden Tisch um Kopf und Kragen und aneinander sowie am Film vorbei reden. Kein großer Spaß, wenig Erkenntnisgewinn. Gewinner ist natürlich einmal mehr die FAZ vom gleichen Tag (wie auch die Sonntagsausgabe vom letzten Wochenende), wo Bert Rebhandl klug, fair und uneitel, sich detailliert mit dem Film auseinandersetzt, Kleinigkeiten erwähnt, die alle anderen geflissentlich übersehen und schließlich mit einem ganz großen Satz endet (der erwähnte Burnham ist eine der Schlüsselfiguren des Films): "In Burnhams Schicksal begreift Fincher jenen Rest, der auch nach der Eroberung des "Panic Room" nicht aufgeht. Der Begriff dafür wäre: Liebe."

Weil es eben darum letzlich meistens geht. Und nun geht raus und schaut diesen Film, bitte.

Am 18. April läuft David Finchers ("Seven", "Fight Club") neues Werk "Panic Room" in den Kinos an. Und natürlich sind die Erwartungen mehr als hoch gesteckt, vor allem in intellektuellen-feuilletonistischen Kreisen.
Was hat er diesmal ausgeheckt, wo ist der doppelte Boden versteckt, was erzählt der Subtext? Und wie man in den letzten Tagen sehen konnte, es wird sich munter die Zähne an Fincher ausgebissen. Verzichten wir hier mal, ist ja nur eine News, auf die Inhaltsangabe. Der mit Jodie Foster, Forrest Whitaker und Jared Leto hervorragend besetzte und technisch versierte Film ist eine Art Kammerspiel, hochspannend und komplex, aber in seiner fast schon provozierenden Einfachheit und inneren Geschlossenheit ganz anders komplex als etwa "Fight Club". Die Suche nach Bedeutungsebenen, Erkärungs- und Interpretationsversuche laufen lustig um die Wette ins Leere und man kann sich gut einen David Fincher vorstellen, der die in schiere Verzweiflung geratene Kritik geradezu geniesst.

Ganz schlimm für mein Empfinden: die Beprechung der SZ am 17.4. Wie Susan Vahabzadeh sich und uns da durch "abers" und "trotzdems" und extrem bescheuerte Einwände quält, schmerzt und nervt auf eine Weise, die der Film tatsächlich nicht verdient hat. Viel besser ergeht es einem auch nicht in der aktuellen Jungle World , wo sich gleich drei Akademisten und ein Biologe am runden Tisch um Kopf und Kragen und aneinander sowie am Film vorbei reden. Kein großer Spaß, wenig Erkenntnisgewinn. Gewinner ist natürlich einmal mehr die FAZ vom gleichen Tag (wie auch die Sonntagsausgabe vom letzten Wochenende), wo Bert Rebhandl klug, fair und uneitel, sich detailliert mit dem Film auseinandersetzt, Kleinigkeiten erwähnt, die alle anderen geflissentlich übersehen und schließlich mit einem ganz großen Satz endet (der erwähnte Burnham ist eine der Schlüsselfiguren des Films): "In Burnhams Schicksal begreift Fincher jenen Rest, der auch nach der Eroberung des "Panic Room" nicht aufgeht. Der Begriff dafür wäre: Liebe."

Weil es eben darum letzlich meistens geht. Und nun geht raus und schaut diesen Film, bitte.