Infadels

»Stories from the Bar« heißt der letzte Track dieses Debütalbums, und er hätte einen prima Albumtitel abgegeben. Denn was die Infadels auf »We Are Not The Infadels« bis in die letzte Konsequenz durchziehen, kann man besten Gewissens als die aktuelle Variante des viel, aber in der Regel so etwas von unverdient geschmähten, guten alten britischen Pubrocks bezeichnen: ein Genre mit einer langen Tradition, von Kilburn & The High Roads, den 101’ers und Dr. Feelgood über Duran Duran, die Chemical Brothers bis hin zu den Kaiser Chiefs.

    2006 klingt das dann natürlich nicht mehr nach möglichst unprätentiösem Rhythm’n’Blues, sondern nach einem bodenständigen Pop-Stew aus Filterhouse, Rock, Funk, viel New und einem Hauch No Wave, aus Hot Chocolate, New Order, Duran Duran, Zoot Woman und KLF. »We Are Not The Infadels« ist ein einziger riesiger Backroom-Spaß, voller Hits zum Schwoofen, Schunkeln, Rumspringen, Heulen, Knutschen usw. Ein Album, das in der Disco mindestens so gut funktionieren dürfte wie auf der Kirmes. Nach der Halbwertszeit fragt man bei solchen Platten nicht – dafür sind sie in dieser Qualität viel zu selten.

LABEL: Wall Of Sound

VERTRIEB: PIAS

VÖ: 10.02.2006

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