Indielabels schließen Lizenzvertrag mit YouTube ab

Noch Bock auf Tarifstreit? Nach monatelangem Tauziehen haben sich der Indielabel-Dachverband WIN und YouTube auf einen Lizenzvertrag für einen von der Google-Tochter geplanten kostenpflichtigen Streamingdienst geeinigt.

Mit dem nun abgeschlossenen Lizenzvertrag legen YouTube und WIN einen Streit bei, der seit Monaten festgefahren schien. Die Vertretung der Indielabels hatte sich über die Rahmenbedingungen beklagt, zu denen das Videoportal kleinere Labels in seinen mittelfristig geplanten kostenpflichtigen Streamingdienst einbinden wollte. Laut eines WIN-Sprechers sollten die Konditionen für Indie-Künstler noch schlechter sein als bei Spotify, dessen Umgang mit unabhängigen Plattenfirmen ebenfalls umstritten ist. Außerdem habe YouTube mit der Sperrung des Contents von Indielabels gedroht, die sich nicht mit der Google-Tochter auf einen Lizenzvertrag einigen wollten.

Details zu dem nun abgeschlossenen Vertrag sind bisher nicht bekannt. Ebenfalls unklar sind die genauen YouTube-Pläne für den Streamingdienst. Branchenkenner spekulieren über ein Angebot, das High-Quality-Streaming, Offline-Nutzung und Zugang zur Musikbibliothek des bereits existierenden Google-Streamingdienstes Play umfassen soll.

UPDATE: Ach, YouTube. Kaum war unsere Meldung zum Abschluss des Lizenzvertrags mit den Indielabels online, kündigte die Firma ihren Streamingdienst auch schon an. YouTube Music Key, zunächst in den USA für monatlich $7,99, später $9,99 erhältlich, wird sowohl Video- als auch Audiostreaming umfassen. Das für Abonnenten werbefreie Angebot wird außerdem den erwarteten Offline-Modus und eine Verzahnung mit Google Play beinhalten. Bereits am 17. November beginnt die Betaphase für YouTube Music Key, zunächst jedoch nur für ausgewählte Testuser.

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