Die Corona-Pandemie ist auch für uns zu einer existenzgefährdenden Bedrohung herangewachsen. Damit wir weiterhin mit kritischem Auge auf Pop und die Welt schauen können, brauchen wir eure Unterstützung.

Liebe Freund_innen der SPEX,

das ging jetzt alles verdammt schnell. Gerade anderthalb Wochen ist es her, da standen wir in der schon sehr ausgedünnten und auf Abstand bedachten Menge vor der Bühne der Kantine am Berghain. Torres spielte dort an diesem Abend, es war ein sehr emotionales, höllisch lautes Konzert. Seltsam, großartig. Auch weil wir alle – das Publikum und Mackenzie Scott auf der Bühne – wohl wussten, dass dies der letzte Abend dieser Art für sehr lange Zeit sein würde. Am nächsten Tag brach Torres ihre Tour ab und reiste zurück in die USA, das Berghain schloss und drei Tage später auch alle Bars und Kneipen der Stadt.

(Zeichnung: Stefan Marx)

Das ging jetzt alles verdammt schnell. Seit einer Woche nun sitzt die SPEX-Redaktion im Home-Office und selbstgewählter Isolation. In den vergangenen Wochen haben wir mitangesehen, wie immer mehr Termine, Veranstaltungen und Konzerte aus unseren Terminkalendern verschwanden. „Corona“ und „Absage“ waren die beiden häufigsten Betreff-Buzzwords dieser Tage. Das langsame Zusammenbrechen unseres Soziallebens haben wir mit persönlicher Wehmut betrachtet. Dass diese Sache aber so schnell und so heftig auch für SPEX und uns zu einer exitstenzgefährdenden Bedrohung werden würde, davon waren wir dann doch überrascht. Binnen weniger Tage brachen uns fast alle Anzeigenerlöse und Kooperationen weg. Geld, das wir benötigen, um unser Pay-Modell querzufinanzieren. Geld, das wir jetzt nicht mehr haben. Geld, von dem wir nicht wissen, wann es wieder kommen wird.

Deshalb steht an dieser Stelle ausnahmsweise ein pathetischer Appell in eigener Sache: Mehr denn je braucht SPEX jetzt euch, liebe Leser_innen, braucht eure Solidarität! Wir sind auf eure Hilfe angewiesen, um heil aus dieser Sache rauszukommen. Wenn ihr wollt, dass wir auch in Zukunft noch mit kritischen Augen und Ohren Pop und die Welt für euch auseinandernehmen, dann abonniert uns. Und wenn ihr schon Abonennt_innen seid: Bitte empfehlt uns weiter! Denn jedes Abo zählt gerade. Ihr habt unsere ewige Dankbarkeit, jetzt und in den Tagen, die da nach Corona kommen werden.

Im Namen der Redaktion,
Julian Dörr und Dennis Pohl