Im Keller geht die Sonne auf: Sóley Track-Premiere »Follow Me Down«

Foto: Ingibjörg Birgisdóttir

Es gibt ja Menschen, von denen lässt man sich gerne runterziehen. Die Isländerin Sóley Stefánsdóttir alias Sóley ist hauptberuflich down, ihre Musik so abgründig, dass man sich fragt, ob die Mittsommernacht überhaupt irgendwann vorüber geht. Und dann leuchtet es am Ende der Tunnelmusik: das Polarlicht. Es folgt: die wohl kälteste SPEX.de-Premiere.

Als Sóley sich noch Vollzeit für das Folk-Kollektiv Seabear um Kumpel Sindri Már Sigfússon aka Sin Fang verdingte, war ihre Welt ähnlich bunt wie die Kinderbuch-Tätowierungen ihres Bandkollegen. Selbiger bewegte Sóley – noch ohne Brille, in puncto Songwriting-Akribie aber schon damals Klassenstreberin – dazu, sich im Alleingang zu versuchen. Am vorläufigen Ende des Solopfads inklusive einer EP-Weggabelung stand das Eremitinnen-Debütalbum We Sink und die Frage: »Have I danced with the devil?«

Diese leitet den im Mai erscheinenden LP-Nachfolger Ask The Deep ein und zieht zehn mögliche Antworten in Songform nach sich, die ein Tête-à-Tête mit dem Satan als gar nicht abwegig erscheinen lassen. Stefánsdóttir träumt auf Albumlänge. Ihre Träume sind schwarz und die Single »Follow Me Down« ist durchaus als Einladung zu verstehen. Man sollte sich was überziehen, es ist kalt da unten.

Tracklist Ask The Deep
01.) Devil
02.) Ævint˛r
03.) One Eyed Lady
04.) Óhljó∂
05.) Halloween
06.) Follow Me Down
07.) Breath
08.) I Will Never
09.) Dreamers
10.) Lost Ship

Sóley live
25.05. Berlin — Volksbühne
27.05. Frankfurt a.M. — Zoom
28.05. Köln — Gebäude 9

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