Horizonterweiterung: Remmi Demmi Festival erstmals in Berlin

Am 23. April findet erstmals das Remmi Demmi Festival in Berlin statt und schlägt eine Brücke zwischen deutschen und internationalen Nachwuchskünstlern.

Das Remmi Demmi Festival positioniert sich zwischen Indie, Singer-/Songwriter und Blues mit Blick auf den Flutgraben und die dahinterliegende Spree. Unter der Leitung  der Berliner Künstleragentur handshake booking soll das Festival ab April halbjährlich stattfinden und schreibt sich auf die Fahnen, junge Hauptstadt-Künstler mit bereits bekannteren Bands zusammenzuführen.

Im Rahmen der Festvialpremiere steht die in Sydney geborene Wahlberlinerin Kat Frankie ganz oben im Line-up. Ihre dunkle Stimme, feine, clevere Arrangements und berührende Geschichten über die Liebe und deren Abwesenheit werden an manchen Stellen mit deutlich geschlagen gespielten Gitarren gebrochen – all das lässt an Cat Power oder PJ Harvey denken.

Als schicksalhaft stellte sich die Begegnung der beiden Protagonisten Ben Hartmann und Johannes Aue heraus. Beide haben sich bei einer Aufnahmeprüfung an der Universität kennengelernt, mittlerweile teilen sie eine enge, musikalische Freundschaft. Bei ihrem Bandprojekt Milliarden treffen kantige deutsche Texte auf eingängige Melodien und einen rohen Punk-Geist – wie sich das mit einem Majordeal verträgt?

Die Klangelemente der Achtzigerjahre sind längst wieder en vogue. Andi Fins bedient sich als ehemaliges Bandmitglied von Tim Neuhaus & The Cabinet an den Stilmerkmalen des Jahrzehnts: Drum-Machine-Grooves, Roland-Synthies und in Hall und Chorus getauchte Gitarren-Akkorde. Der verträumte, aber durchweg tanzbare Indie-Pop von Fins schleicht sich leichtfüßig ins Gehör und erinnert in den besten Momenten gar an Phoenix oder 1000 Gram.

Das Künstler-Duo Kadebostany aus Genf betritt musikalisch wiederum ganz anderes Terrain. Sein florierender Sound aus Post-Punk, Blasmusik, Rap und Soul trifft auf ein Performance-Konzept, welches sich um die fiktive Republik Kadebostany dreht. Alles wird straff zusammengehalten von modernen Elektrobeats und der zwischen Nymphe und Domina pendelnden Stimme von Sängerin Amina. Hier wird Popmusik auf wunderliche Weise zerstückelt und als Gesamtkunstwerk wieder zusammengesetzt.

Mit dem irischen Singer-/Songwriter Marc O’Reilly bekommt das Remmi Demmi Festival einen poetisch-verträumten, aber zugleich auch rauen Anstrich. Seine Musik ist gleichermaßen von amerikanischem wie britischem Folk und Blues geprägt und verpflichtet sich damit Musikern wie Ben Howard, Tom Waits oder den Black Keys.

Newmen schließlich konstruierten bereits auf zwei EPs und einem Album ein komplexes Soundgerüst aus Lofi, Pop, Elektro, Indie, Wave und Garage-Elementen, das trotz aller Genre-Referenzen in sich stimmig und homogen klingt.

Raglans aus Dublin nehmen den Faden auf. Mit ihren hymnischen Refrains und fricklig-punkig angehauchten Gitarrenriffs spielten sie bereits als Support für The Libertines und The Strypes. Für ihr gleichnamiges Debütalbum erhielten Raglans in Großbritannien und Irland bereits viel Aufmerksamkeit – nun die Horizonterweiterung.

Remmi Demmi Festival 2016
23. April 2016
Berlin – Glashaus
Tickets gibt es ab sofort via Ticketmaster hier.

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