Hiobsbotschaften: James Ferraros neue Performance „Plague“ in Berlin / Verlosung

In James Ferraros neuer Performance geht es um einen untoten Steve Jobs, AI und eine zerstörte Erde. Wo sonst sollte sie Weltpremiere feiern, wenn nicht beim Schulterschluss von Transmediale und CTM Festival?

„Die Welt ist nicht perfekt, sie ist nicht Disneyland. Ich denke, dass der Künstler die Welt in sich aufnehmen sollte, statt vor ihr die Fensterläden zu verschließen und sich in seine Luftblase zu verkriechen“, erklärte James Ferraro bereits 2013 im Gespräch für SPEX No. 348 und deutlich disneylandiger ist sie seitdem geworden. Allerdings gehörte Ferraro auch nie zu denen, die sich verschlossen: Der 31-jährige Komponist, Produzent und Konzeptkünstler mit dem „Backkatalog eines Rockfossils“ scheute sich noch nie, gesellschaftliche Zusammenhänge in seiner Musik aufzugreifen.

Das gilt besonders für Ferraros neue Performance Plague, die er mit dem bildenden Künstler Nate Boyce, dem Chor Phønix16 und dem Schauspieler Christoph Schüchner erarbeitet hat. Cut zum untoten Steve Jobs, der über eine dahinsiechende Ödnis wandelt, die einmal die Erde war. Der wohl bekannteste Rollkragenpulloverträger unserer Zeit versteht plötzlich, dass er lediglich Schachfigur einer vernetzten und gefährlichen künstlichen Intelligenz war, die in der Dystopie der Performance die Macht über den Planeten errungen hat. Die Gefahren von AI, das Internet der Dinge, Extreme der Individualisierung: Kaum eine Hiobsbotschaft, die Ferraros Plague nicht anspricht. Plague wird in Kooperation mit dem CTM Festival präsentiert und feiert auf der diesjährigen Transmediale Weltpremiere. Tickets gibt es hier.

Wir verlosen 2×2 Tickets für die Performance Plague im Berliner HKW am 2. Februar. Zur Teilnahme am Gewinnspiel bitte bis zum 31. Januar eine Mail mit dem Betreff „Plaque“ an gewinnen@spex.de schicken!

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