Hexen und Technoschamanen: Sounding Images #11 – Vortrag und Screening in Berlin

Filmstill from „Reverie“ by Ana Huff, 2009

Schamanismus ist eine sprudelnde Inspirationsquelle für Künstler und Künstlerinnen, denn viele vergessene Praktiken haben das gleiche Ziel wie Kunst: Bewusstseinserweiterung durch Bild und Ton. Die Reihe Sounding Images widmet sich in Bild und Wort feministischen Visionen von Hexerei und Schamanismus in der Kunst.

Dass das Wort Schamanismus ein rassistisches Überbleibsel aus Kolonialzeiten (vgl. „Häuptling“) ist, steht außer Frage: Grob werden hier alle religiösen, spirituellen oder medizinischen Praktiken nicht-hegemoniellen Ursprungs über einen Kamm geschoren, oft auch konnotiert mit Dilettantismus und Irrationalität, aber auch Xenophobie und Sexismus. Die Tatsache, dass die breite Gesellschaft diesen Praktiken deshalb ablehnend gegenüberstand, macht Schamanismus und Magie heute zu einem genauso zwiespältigen wie spannenderen Thema für die künstlerische Auseinandersetzung.

Feministische Visionen von Hexen und (Techno-)Schamanen werden auch am 16. Januar im Acud Thema sein, denn dort veranstaltet SPEX-Autorin Fiona McGovern von der FU-Berlin die 11. Ausgabe der Sounding-Images-Reihe mit dem Titel „Brujas & Tecnochamanas. Feminist Visions Of Tecnoshamanism.“ Hierfür haben Künstlerin Cristina Navarro und die Kunsthistorikerin Patricia Raijenstein verschiedene Kurzfilme und Videos von Künstlerinnen aus Spanien und Lateinamerika kuratiert, in denen die Nutzung von Bild und Ton durch klassische Schamanen reflektiert wird. Ziel dabei ist es, auch eine Brücke zur europäischen Vorstellung von Magie, Zauberern und Hexen herzustellen. Insgesamt werden folgende Filme gezeigt:

Anatomic (2014, 03 min.)
María Crisóstomo & Elena Gómez

Sin Dios Ni Santa María (2015, 11 min.)
Helena Girón & Samuel M. Delgado

Reverie (2009, 06 min.)
Ana Pfaff

XRAYII_XR2X (2015, 14 min.)
Elena Juárez

Terreiro Ilê Axè Atará Magba (2017, 40 min.)
Priscilla Telmon & Vincent Moon

Sounding Images #11: Brujas & Tecnochamanas
16.02. Berlin – Acud

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