Heimatlieder aus Deutschland, der Folk der Einwanderer

Die sogenannten Gastarbeiter der ersten Generation trafen in Deutschland nicht selten auf ein raues, wenig gastfreundliches Klima. Harte Arbeit und Heimweh kompensierten viele von ihnen mit der Musik ihrer Heimatländer. Bis heute werden in Deutschland unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit viele dieser folkloristischen Stile weiter gepflegt. Einige jener fast vergessenen musikalischen Schätze aus sämtlichen klassischen Einwanderungsländern hat SPEX-Autor Mark Terkessidis in den vergangenen Monaten gehoben und mit 150 Musikerinnen und Musikern aufgenommen. So entstand eine beeindruckende »Anthology of German Folk Music« mit »Migrationshintergrund«, die Terkessidis »New German ethnic Music« nennt. Ein Erfahrungsbericht.

Kürzlich (dieser Artikel erschien erstmals in SPEX N°345) hat David Bowie mit einem neuen Stück an seine Berliner Zeit vor 35 Jahren erinnert. Die Veröffentlichung der eher mäßigen Single sorgte hierzulande bei einer Riege alternder Musikkritiker für ein Schwelgen bei den Gedanken an die persönlich relevantesten Songs des Künstlers. Nun würde es sich deutlich mehr lohnen, einen entschieden unnostalgischen und unemotionalen Blick auf Bowies Arbeit in Berlin zu werfen. Denn er fand in Berlin keineswegs nur die angebliche Hauptstadt des Heroins und des deutschen Expressionismus, sondern musikalische Vielfalt. Er hat die Stadt gehört. »Neuköln« (sic), »The Secret Life Of Arabia« oder »Yassassin (Turkish For: Long Live)« nahmen – wie auch immer vage – Einflüsse aus türkischer und arabischer Folklore auf. Das war durchaus ungewöhnlich, selbst wenn man die Begeisterung der 1970er-Jahre für außereuropäische Musik bedenkt. Denn Bowie hört die innere Vielfalt der Stadt. In Deutschland selbst ist dagegen die Musik der Einwanderer weitgehend ignoriert worden. Sie wurde von niemandem bearbeitet oder aufgegriffen. Zwar gab es zu Bowies Zeiten Bands wie Alex Oriental Experience, aber Alex Wiskas »Saz-Rock« huldigte einer recht uneleganten, rockistischen Idee vom Authentischen.

In den letzten Jahren ist das Interesse an Folklore nicht nur enorm angewachsen, sondern es wird auch permanent zunehmend differenzierter. Es geht schon lange nicht mehr nur um Rebetiko oder Fado. Das Label Soul Jazz hat vor einiger Zeit etwa die Musik eines kolumbianischen Ortes namens Palenque herausgebracht, einem der ersten von befreiten schwarzen Sklaven besiedelten Orte, an dem sich eine spezifische afrikanische Tradition herausbildete. Heute interessiert sich eine globale Musiköffentlichkeit nicht nur für die »Pipes Of Joujouka« und Gnawa, sondern für noch speziellere (schwarze) spirituelle Musiken aus dem Maghreb: Stambeli. Eine Compilation mit Stambeli wurde in der Zeitschrift The Wire ebenso besprochen wie etwa der Sampler To What Strange Place: The Music Of The Ottoman-American Diaspora, 1916­-1929. Ganze Labels wie Finders Keepers beruhen auf der Idee, die vergessenen Schätze des weltweiten Tonarchivs zu heben. Die Revitalisierung von Folklore hat zu tun mit der Verfügbarkeit eben dieses Archivs, aber auch mit dem Ende der Idee vom musikalischen Fortschritt.

Der Glaube an das nächste neue Ding war eng verknüpft mit der Geschichte der Befreiung des Teenagers und Rock’n’Roll. Im Vorwort zum No­Nonsense Guide To World Music von 2009 schrieb David Toop, er sei in den 1950er-Jahren aufgewachsen, also vor der Herrschaft des Teenagers in der Musik. Damals war die Klassifizierung noch nicht so ausgefeilt wie heute, und dieses Fehlen von »Schubladen« ermöglichte etwa im Radioprogramm der BBC eine enorme Vielfalt: Rumbas, Mambos, Tangos, Fake-Hillbilly, schottische Songs, Hawaii-Gitarren, jüdische Violinen, »Zigeuner«-Serenaden oder Big-Band-Auftritte. Diese Mischung zeigt auch die 2010 erschienene Compilation der Kassettenreihe Victrola Favorites, auf der Schellack-Aufnahmen aus den 1920er-Jahren zu hören sind. Die Musik stammt aus den USA, Persien, China, Griechenland, Portugal, Burma – und: Man findet eben auch griechische oder indische Musik, die in New York eingespielt wurde. Im Grunde erleben wir heute eine Art Normalisierung des musikalischen Geschehens – die Dominanz des Teenagers und der westlichen Popmusik sind beendet, und damit kann die Aufmerksamkeit auf Musiken gerichtet werden, die wie Folk stets als statisch gegolten haben.

Trotz dieser Entwicklung wird der Folk, der durch die Migration nach Deutschland gebracht wurde, weiterhin komplett ignoriert. Im Gegenteil, in den letzten Jahren scheint das Interesse gerade in avancierten Kreisen sogar gesunken zu sein. Hier schätzt man »hybride« Formen und kann seine Bedürfnisse besser zwischen Moombathon, Quantic und höchst zweifelhaften Typen wie Shantel befriedigen. In der staatlich subventionierten Kulturpolitik ging es zuletzt viel um die Einbeziehung von Leuten mit Migrationshintergrund. Allerdings interessiert man sich hier trotz der vorgeschobenen Partizipationsabsichten zumeist recht wenig dafür, was die betreffenden Leute eigentlich selbst kulturell produzieren – primär sollen sie bitte die Angebote der bürgerlichen Kultureinrichtungen nutzen. Zudem gilt die »Volksmusik« hier oft als eine Art unzeitgemäßes Sozialprojekt. Tatsächlich ist die Folklore der Einwanderer häufig aus sozialen Töpfen gefördert worden. Es handelte sich um eine Art »Rückkehrhilfe« zu einem Zeitpunkt, als die Politik noch davon ausging, dass »die Ausländer« irgendwann wieder zurück in ihre Herkunftsländer verschwinden. Jetzt dagegen steht bekanntlich »Integration« auf der Agenda – und da scheint sogar der Jugendheim-Rap von Bushido akzeptabler als »ethnische« Musik.

Dabei ist es höchste Zeit, die eingewanderte Folklore in Deutschland, nun ja, zu konservieren. Die berühmten »Catcher of Songs« wie Harry Smith, Alan Lomax oder Ewan MacColl haben ihre Sammeltätigkeit begonnen, weil sie den Verlust der Folklore als orale Tradition fürchteten – völlig berechtigt im Übrigen. In diesem Sinne haben Jochen Kühling und ich uns ein Projekt ausgedacht, das auf die spezifisch deutsche Situation reagiert. Das Singen von Liedern aus den Herkunftsregionen (weniger Nationen) war bei den »Gastarbeitern« in Deutschland ein wichtiges Element von Community-Leben. Der gemeinsame Gesang diente dazu, den durch die Migration erfahrenen Bruch in der Kontinuität von Kultur und Erinnerung zu kitten und sich neu zu verorten. Zunächst wurden vielfach Stücke aus dem lokalen Umfeld gesungen, später dann entwickelte sich ein Markt. In den Herkunftsländern wurden Stücke aufgenommen, die das Schicksal der Auswanderer thematisierten – die für die griechische Diaspora maßgebliche Figur war etwa Stelios Kazantzidis, dessen Stücke heute in Serien wie The Wire zu hören sind. Für die türkischen Emigranten in Deutschland wurde bereits in den 1960er-Jahren in Köln das Label Türküola gegründet, bei dem angesagte Musik aus der alten Heimat erschien (etwa türkische Psychedelia von Barış Manço), aber eben auch Platten von in Deutschland lebenden Künstlern wie Yüksel Özkasap oder Metin Türköz.

Während diese Musik heute auf YouTube abrufbar ist, gehen die Stücke aus dem lokalen oder regionalen Umfeld verloren, weil die erste Generation der »Gastarbeiter« schlicht ausstirbt. Aus den genannten Gründen wurde das Projekt »Heimatlieder aus Deutschland« angeschoben, in dem es darum geht, die Lieder aufzunehmen und zudem »in Bewegung« zu bringen. Doch zunächst stand die Sammlung im Vordergrund. »Teilnahmekriterium« war: Die jeweilige Musik musste aktuell in Berlin zu finden sein und aus einem Land stammen, mit dem die Bundesrepublik oder die DDR einen Anwerbevertrag geschlossen hatten. Durchweg Sänger und Sängerinnen aus der ersten Generation zu finden, erwies sich schnell als unmöglich (und unbezahlbar). Also hat Jochen Kühling sich auf einen verschlungenen Weg gemacht durch Chorverzeichnisse, Vereinslokale, Restaurants und »ethnische« Kneipen, um Leute zu finden, die aktuell Folklore machen. Sogar in der überheizten Botschaft der Republik Kuba wurde gesucht – in diesem Fall führte erst der letzte Rettungsanker zu einem Ergebnis. Aber der Erfolg hat sich eingestellt. Aufgenommen wurden Stücke aus Italien, Griechenland, Portugal, Spanien, Kroatien, Serbien, der Türkei, Marokko, Südkorea, Polen, Mozambique, Kuba und Vietnam.

Die jeweiligen Chöre und Bands sind zumeist selbst bereits Konservatoren beziehungsweise Personen, die folkloristisches Liedgut revitalisieren. Tatsächlich aus der ersten Generation von »Gastarbeitern« stammen die etwa 20 Frauen, die den koreanischen Chor Berlin bilden (Foto) – die meisten kamen vor gut 40 Jahren als Krankenschwestern in die Bundesrepublik. Der Chor besteht allerdings erst seit 2002. Die Frauen singen häufig Lieder aus der Zeit, als Korea eine japanische Kolonie war. Diese Stücke sind stark angelehnt an europäische Kunstmusik und drücken das damalige Gefühl einer fremdbestimmten Unbehaustheit aus – ein Gefühl, das mit der Stimmungslage der heutigen Migrantinnen korrespondiert. Bei der jüngeren Generation sind die Wege der Musik deutlich labyrinthischer. Die zehn Sänger kroatischer Herkunft interpretieren eine polyphone A-capella-Musik namens Klapa. Sie stammt aus Dalmatien. Nach Berlin gebracht worden ist sie aber nicht von den Eltern der Sänger, obwohl die Chormitglieder die Musik aus ihrer Jugend kennen. Es war ein aus Kroatien an die katholische Mission in Berlin entsandter Priester, der den Chor gründete. Er blieb nur drei Jahre, aber den Chor gibt es bis heute noch. Inzwischen hat die Klapa über den Umweg der kroatischen Diaspora eine Renaissance erlebt – sie ist eines jener globalen Phänomene geworden, die Arjun Appadurai als »Ethnoscape« bezeichnete.

Eine ähnliche Arbeit an grenzüberschreitenden Ethnolandschaften kennzeichnet auch die serbischen, griechischen, italienischen, spanischen und türkischen Chöre. Ratko und Radisa Teofilovic und Svetlane Spajic haben in Serbien mit Field-Recordings sogenannte Ethno-Musik gesammelt, die sie nun interpretieren. Annunziata Matteucci ist Musikethnologin. Sie hat als Kind ihre toskanische Großmutter mehrstimmig singen gehört, aber die Musik damals noch nicht zu schätzen gewusst. Das Repertoire ihres Chores ist das Ergebnis fast wissenschaftlicher Forschung. Am längsten dabei ist Nuri Karademirli, der 1969 bei einer Konzertreise nach Deutschland im Land blieb, weil seine Mutter erkrankte. Er führt heute das Konservatorium für Türkische Musik in Kreuzberg. Der Chor singt volkstümliche Lieder, angelehnt an die Kunstmusik der Spätphase des Osmanischen Reiches. Die portugiesischen, marokkanischen, kubanischen und mozambiquanischen Musiker und Musikerinnen wiederum spielen in Bands zusammen, was ihre Musik für ungeschulte Ohren zugänglicher macht. Die Stile wie Son, Gnawa oder Fado klingen aus der »Weltmusik« vertraut, und Titel wie »La Mateodora«, »Seni Balwani Jani« oder »Milho Verde« sind ganz einfach Hits.

Als völlig überraschend erwies sich die Qualität der Musik. Keiner von den Beteiligten hatte zuvor professionell Aufnahmen in einem Studio gemacht. Insofern war die Situation für alle Mitwirkenden ein Erlebnis – vor allem weil live aufgenommen wurde. Für schlechte MP3-Lautsprecher mutwillig kaputtproduzierte Stücke erscheinen uns inzwischen so normal, dass live eingespielte Musik einer emotionalen Offenbarung gleichkommt. Am ersten Aufnahmetag fanden sich 15 Männer und Frauen vietnamesischer Herkunft im Studio ein. Sie gehörten zu dem von nordvietnamesischen »Kontraktarbeitern« gegründeten Verein Hội Thiện Từ Tâm. Der hat seinen Sitz nahe dem Dong-Xuan-Center in Berlin-Lichtenberg, einem Großhandel für vietnamesische Industrieprodukte von beeindruckenden Ausmaßen. Die Musiker bauten ein Instrument auf, das aus einer Saite bestand, die in einem preiswerten Lautsprecher endete und klang wie eine Wah-Wah-Gitarre. Als das Lied begann – gewöhnlich Teil eines aufgeführten Singspiels –, sahen der Studioleiter, der slowenische Produzent Zare Pak, Jochen Kühling und ich uns ratlos an. Die Musik war derart unvertraut, wir hätten nicht einmal entscheiden können, ob richtig gesungen wurde oder nicht.

Also lauschten wir am Ende der Aufnahme still den 15 Personen, die in Vietnamesisch über die Qualität debattierten und entschieden, das Ganze zu wiederholen. Es handelte sich um genau die Situation, die wir auch kulturpolitisch herstellen wollten. Letztlich ging es für uns darum, etwas zu lernen: über die verschlungenen Pfade der Migration, über Vorstellungen von Heimat, über unbekannte Musiken und die mit ihnen transportierten Erfahrungen. Und auch ganz praktisch etwas über die korrekte Mikrofonabnahme bestimmter Instrumente und die Möglichkeiten der Produktion von unterschiedlichen Musiken. Dabei hat die Arbeit mit 150 Musikern und Musikerinnen auch noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, die abgestandenen Ideen von »Integration« über Bord zu werfen. Was Migration betrifft, geht es in Deutschland nicht um Kulturvermittlung, sondern um Kulturermittlung – das Ende der Ignoranz.

Je tiefer man in den Geschichten der jeweiligen »Volksmusiken« bohrt, umso deutlicher wird darüber hinaus, wie »hybrid« die Traditionen sind – all die aufgenommenen Musiken sind das Ergebnis von Wanderung, Austausch, sich überlappenden Räumen, kulturellem Stoffwechsel. Es ist von nicht unbeträchtlicher Arroganz, die Vermischung vor allem mit avancierter westlicher Popmusik zu assoziieren. Aber im Rahmen des Projektes soll die Folklore noch weiter in Bewegung gebracht werden. Zum einen war es seltsam auffällig, dass in der elektronischen Musik die »volkstümliche Musik« bislang überhaupt keine Interpretation erfahren hat – mal abgesehen von ornamentalen Funktionen in Kommerz-Ambient oder House. Zum anderen hat sich elektronische Musik in den letzten Jahren vielfach mit Erinnerung befasst, Stichwort: Hypnagogic Pop. Warum aber gibt es keine »Ghost Music« der Migration? Eine Musik darüber, wie im Singen ein »imaginäres Heimatland« erfunden und erfahren wurde? So besteht der zweite Teil des Projekts darin, die aufgenommenen Lieder an DJs zur Bearbeitung zu übergeben, an so unterschiedliche Musiker wie Natalie Beridze (tba), Mark Ernestus, Gudrun Gut, Murat Tepeli, Eric D. Clark, Thomas Mahmoud, Khan, Guido Möbius, Symbiz Sound und Yvonne Cornelius (Niobe).

Die Musiker wurden zum Experimentieren aufgefordert, und das Ergebnis ist zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels noch völlig offen. Eingetroffen war lediglich eine Bearbeitung von Natalie Beridze, und beim ersten Hören waren Jochen Kühling und ich aufgeregt wie Kinder. Diese Aufregung ist ein erfreuliches Erlebnis für einen ehemaligen Musikkritiker. Persönlich hab ich bereits vor Jahren einfach keine Lust mehr gehabt, noch länger den Veröffentlichungsdaten der Produkte zu folgen. Tatsächlich hat die Idee vom »Underground« ja einmal daraus bestanden, an den Metamorphosen eines kreativen Prozesses teilzunehmen, der sich zwischen Sounds, Körperlichkeit, Aussehen, Stil, Haltung und der jeweiligen Ereignishaftigkeit beim Gig oder im Club abspielte. Alben rezensieren ergab nur in diesem Verbund einen Sinn. Zudem gibt es heute einfach keine Auseinandersetzungen mehr – nicht über die Methoden der Kritik, nicht über die »richtige« Musik. In seiner Vorlesung »Die Vorbereitung des Romans« hat Roland Barthes Ende der 1970er-Jahre eine ähnliche Situation beschrieben. Eigentlich, meinte er, sei das für den Kritiker der Zeitpunkt, selbst einen Roman zu schreiben. Das könne er aber nicht, und daher skizzierte er ganz einfach den Rahmen des Romans, den er gerne schreiben würde. Darum geht es bei »Heimatlieder in Deutschland« – einen Rahmen für Produktivität zu schaffen. Und was dabei rauskommen soll, könnten wir in Anlehnung an Henry Flynt als »New German Ethnic Music« bezeichnen. Ob das Projekt das einlösen kann? Das wissen wir nicht. Im Juni (2013) kann man die Chöre, Bands und Remixe das erste Mal live in der Komischen Oper Berlin hören, einem Ort der Hochkultur. Das passt sehr gut und wiederum überhaupt nicht. Bitte keine Schubladen. Ist es nicht schön, offenes Gelände zu betreten?

Am 18. Juli erwachen die Heimatlieder aus Deutschland erneut live zum Leben. Im Theater Augsburg treten dabei 35 Künstler aus der Stadt und Berlin auf, darunter Klapa Berlin, La Caravane du Maghreb, Njamy Sitson Duo und Meşk. Der Vorverkauf für den Abend findet sich hier.

Vom 3. bis 5. Oktober findet zudem das von Mark Terkessidis kuratierte Festival Klang der imaginären Heimat in Köln statt. Musikalisch wie theoretisch soll hier der Einfluss von Heimat/Heimatliedern/Folklore auf Musik verdeutlicht werden. Am Freitag, dem Tag der deutschen Einheit, kommt es dabei im Schauspiel mit einem erneuten Heimatlieder-Abend mit diesmal knapp 60 Künstlern zu einem Update des deutschen Heimatbegriffs. (VVK) Am Samstag referieren im Kunstverein Kimberly DaCosta-Holton (Newark), Thomas Burkalter (Bern), Louise Gray (London) und Mark Terkessidis selbst zum Thema, im Stadtgarten folgt abends ein Konzert von Elina Duni. Am Sonntag wiederum wird die Geschichte von Türküola aufgearbeitet, im King Georg geben Nikos Veliotis sowie Yannis Kyriakides und Andy Moor ein Drone-Konzert.

SPEX präsentiert alle Veranstaltungen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.