GroupshowEine weitere redaktionelle Ausgehempfehlung für den heutigen Abend, für dessen nähere Beschreibung wir die treffende Beobachtung unseres geschätzten Autoren und früheren Spex-Chefredakteur Christoph Gurk zitieren möchten, stellt das Konzert von Groupshow dar:

    »Jan Jelinek, Hanno Leichtmann und Andrew Pekler haben ein Trio gegründet, das man mit Fug und Recht als Supergroup bezeichnen kann. Die drei Mitglieder zählen als Solokünstler zu den führenden Exponenten der hauptstädtischen Elektronikszene. Wenn sie zusammen eine Bühne betreten, sind sie an der Erzeugung offener künstlerischer Prozesse interessiert. In ihrer Formsprache bearbeiten die drei Instrumentalisten, selbst überwiegend von einem minimalistischen Musikverständnis geprägt, das Idiom der entgrenzten Kollektivimprovisation, das in Deutschland seit den Tagen von Fluxus und Krautrock über eine lange Tradition verfügt.

    Folgerichtig bleibt die Entscheidung über die Aufteilung der Instrumente der Gunst des Augenblicks überlassen. ›Tendenziell gesprochen‹, so lässt die Band verlauten, ›bedient Jelinek eher Rechner, Effektgerät und Mischpult. Leichtmann schlägt oft auf Trommeln, Becken und synthetische Drum-Pads. Pekler dreht an den Knöpfen und Reglern seiner Gitarreneffektgeräte.‹ Das Ergebnis klingt gleichermaßen radikal, entrückt und hochgradig hypnotisch.«

   Das Groupshow-Album »The Martyrdom of Groupshow« ist bereits auf ˜scape erschienen, am heutigen Freitag spielen sie Live im Berlin-Kreuzberger Club West Germany.

Groupshow Live:
17.07. Berlin – West Germany