Gorillaz mit Plastik-Pop

Die Fakten sind diese: Im März nächsten Jahres wird das dritte Gorillaz-Album »Plastic Beach« erscheinen. Damon Albarn verriet den Titel der neuen Platte jetzt in einem Interview mit dem Guardian-Autor Paul Morley und betonte, es sei das »most Pop«-Album, das er in vielerlei Hinsicht bisher realiert habe.

    Er verstehe seine Arbeit und die seines Partners Jamie Hewlett mit den Gorillaz als Alternative zur Entwertung der Popkultur. »That is why I do Gorillaz records. (…) I think pop music is a great place to get new ideas across. The only danger is knowing when you are doing good work, how many people might be affected by it – and you try not to become too knowing, which is hard to avoid. When I did the first Gorillaz records I allowed my original guide vocals to stay, to say, ›Hey, it don’t mean much, they don’t say much‹, but this time I thought, ›Fuck it, I might not say things totally successfully, but I’ve got to get clear again‹.«

    Zum Albumtitel sagte Albarn, »Plastic Beach« reflektiere die Vorstellung, dass sich Kunststoffe gegen die Natur wendeten, dabei entstammen sie ihre: »We didn’t create plastic, nature created plastic.« Weitergedacht ließe sich sagen: Das dritte Gorillaz-Album ist eine natürliche Evolution ihres bisherigen Sounds.

    Derzeit arbeiten Albarn und Hewlett am letzten Schliff der Aufnahmen, die gemeinsam mit den Feature-Gästen Mos Def, Lou Reed, Barry Gibb und Bobby Womack entstanden, zusätzliche Arrangements stammen von dem britischen Orchester BBC National Orchestra of Wales Sinfonia ViVA sowie einem nordafrikanischen syrischen Orchester. In Kürze soll die Platte in New York gemastert werden, wie Eingangs erwähnt im März auf EMI Music erscheinen, einige Gorillaz-Konzerte dürften in diesem Zusammenhang ebenfalls gespielt werden.

    Weitere Neuigkeiten in diesem Zusammenhang: Gemeinsam mit Albarn und Hewlett arbeitet der »Watchmen«-Autor Alan Moore derzeit an Textbeiträgen für ein gemeinsames neues Opern-Projekt des Royal Opera House im Londoner Covent Garden – man wolle ein noch aufwendigeres Projekt als die Oper »Monkey: Journey to the West« realisieren. Des weiteren verteibt sich Allen die knappe Freizeit mit einem weiteren Projekt, an dem Tony Allen und Flea (Red Hot Chili Peppers) beteiligt sind. Und dann gibt es noch die neue Blur-Dokumentation »No Distance Left to Run«, welche die Reunion der Band, ihre Konzert-Vorbereitungen und schließlich ihre Auftritte im Rahmen der Glastonbury- und Hide-Park-Festivals portraitiert.

 


VIDEO: Blur – No Distance Left to Run (Trailer)

Foto: CC Reindertot / FlickR

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