Die drei Zappelphilippe des Post-Jazz, GoGo Penguin, werkeln derzeit an ihrem neuen Album und haben für den Frühling Konzerttermine angekündigt – SPEX präsentiert.

GoGo Penguin kommen aus Manchester und damit wäre das Meiste, nicht aber alles, über das Trio gesagt. Ein wenig schwirrt der manische Hauch der Madchester-Ära auch durch die von Trip-Hop, Jungle und Drum’N’Bass beeinflussten Alben, die mit ihren komplexen Rhythmuspattern aber primär im Jazz verwurzelt sind. Nicht ohne Grund sind Chris Illingworth, Nick Blacka und Rob Turner schließlich mittlerweile bei der Jazz-Institution überhaupt, Blue Note, unter Vertrag.

GoGoPenguin by Yvonne Schmedemann 2019
Das Licht am Ende des Tunnels musikalischer Eindimensionalität: GoGo Penguin (Foto: Yvonne Schmedemann ).

Nachdem sie dort nach ihrer Nominierung für den Mercury Prize die zwei Alben Man Made Object und A Humdrum Star veröffentlichten, folgte diesen Herbst die EP Ocean In A Drop (Music For Film). Fiebrige Grooves, schallende Klaviercluster, zappeliges Drumming – zwischen Thriller und Action wird einiges anzitiert, die eigentliche Inspiration aber deckt noch einen weiteren zentralen Einfluss von GoGo Penguin auf: Entstanden sind die Stücke ausgehend von ihrer Neuinterpretation des Scores von Koyaanisqatsi, für den bekanntermaßen Post-Minimal-Überdaddy Philip Glass ursprünglich verantwortlich war.

Damit nicht genug. Aktuell werkeln die drei Musiker an einem neuen Album, das im nächsten Jahr erscheinen wird und kündigen dazu auch noch eine Tour an, die sie für vier Termine nach Deutschland führen wird.

Tickets gibt es hier.

SPEX präsentiert GoGo Penguin live
24.04.20 Kölnc/o Pop Festival
06.05.20 BerlinMetropol
07.05.20 HamburgFabrik
10.05.20 StuttgartIm Wizemann